2008-09-16 | NAS im Eigenbau

Es war ja etwas ruhig geworden in meinem Blog–und hier ist der Grund: Ich hab etwas Hardware gebastelt, Ideen ausprobiert usw.

Die Problemstellung war folgende: Das Raidsonic IB-NAS900, das ich im Einsatz hatte, taugt nicht viel. Es ist nicht besonders schnell, bei mehreren Gleichzeitigen Zugriffen sterben die Verbindungen. Jedenfalls, wenn man es mit Linux benutzt. Von Windows aus hatte ich etwas weniger Probleme, aber das kann ja nicht der Maßstab sein. Ersatz musste her. Für solche zwecke wollte ich eine Box mit Atom- CPU verwenden oder gar ein Popcorn Hour einsetzen. Aber ..

Dann kam der Tag, an dem ich in einer Episode von Systm auf FreeNAS aufmerksam gemacht wurde. Alter Rechner, CD rein, installieren, NAS. Klang gut. Seit einer Weile lag hier auch ein VIA Epia M10000-Board herum, eigentlich der ideale Kandidat für eine solche Aufgabe. Außerdem hatte ich Reste von 3mm starke Graupappe. Damit bauen Architekten Modelle. Sie ist leicht zu Verarbeiten und recht stabil. Und da ich Zeit und Lust hatte, hab ich losgelegt.

Das ganze System bootet von einem USB- Stick (allerdings recht langsam, CF-Cards sollen schneller sein) und liefert mit ca. 4MByte/s mehr als das NAS900, aber immer noch nicht die möglichen 8MByte/s. Ich mach meine Backups mit rsync, Videos und Music sind auf der verschlüsselten Platte abgelegt, per FTP und SSH (incl. sFTP und scp) komm ich von überall in der Welt an meine Daten. Und ich komm mal in den Genuss, ein System mit FreeBSD zu haben.

Man hebt sich natürlich ein paar Basteleien für später auf:  Flashdrive nach innen legen, Front-USB und -FireWire, GBit- Netzwerkkarte einbauen, Gehäuse lackieren … es bleibt als immer was zu tun.

5 Antworten zu “NAS im Eigenbau”

  1. Dr. Azrael Tod sagt:

    Solche Graupappe wäre natürlich auch eine Idee…
    Ich bastel derzeit an einem ähnlichem Projekt, bei mir kommt noch hinzu dass das Ganze in eine etwas seltsam geformte Lücke hinter einem Fernsehschränkchen (3Eckiger Grundriss) passen muss.
    Ich hatte bisher geplant das entweder mit Holz (als Laubsägearbeit oder so) oder mit Glasfaser und Kunstharz zu realisieren. Besonders die Version mit dem Laminieren war mir bisher ziemlich Sympathisch da es ebenfalls leicht zu verarbeiten ist und keine Späne anfallen.

    Wie lässt sich die Pappe denn schneiden, was kostet sie und so? Habe da wenige Erfahrungswerte.

  2. mattis sagt:

    Die Pappe ist recht billig, gibt’s in A0-Bögen in verschiedenen starken bis 5mm und kostet nicht mehr als 2€.

    Schneiden lässt sie sich einfach mit nem Cuttermesser. Man kann auch mit nem Holzbohrer und Sandpapier arbeiten, muss aber vorsichtig sein. Die Pappe ist einiges weicher.

    Man kann die Einzelteile ja aus Pappe formen und später als Schablonen benutzen, wenn man das ganze aus Holz, MDF oder Plexiglas nachbaut.

  3. mattis sagt:

    ach ja: verbinden kann man das ganze mit Ponal Holzleim. Klebt bombenfest.

  4. Homeservergehäuse#1 « G33KY^2 - The Nerd Strikes Back sagt:

    […] ist die Fertigung aus 3mm starker Pappe hinzu gekommen, wie es neulich von mattis in seinem eigenem Homeserverprojekt demonstriert wurde. Letzteres hat besonders beim Zuschnitt viele Vorteile, evtl. könnte man […]

  5. trinec sagt:

    Das sieht doch soweit ganz gut aus, allerdings gilt wie immer – Thermik beachten!