| Karmic Koala (9.10)

Auf dieser Seite möchte ich alle Informationen sammeln, die mir zum Betrieb meines Akoya Mini mit Ubuntu 9.10 (Karmic Koala) unterkommen. Diese Seite wird regelmäßig ergänzt. Wenn es sich lohnt, dann stell ich das ganze auch noch ins Ubuntuusers-Wiki.

  1. Was sofort (OutOfTheBox) funktioniert
  2. Wechselnde Bildschirmhelligkeit
  3. MSI-Wind- U90/U100-BIOS
  4. Webcam
  5. Bluetooth
  6. Thunderbird und Lightning
  7. schneller booten
  8. Ethernet Network Offloading

Was sofort (OutOfTheBox) funktioniert

  • WLAN,
  • Fn-Tasten,
  • intel-3D-Grafik
  • Sound
  • Standby, Hibernate (ausreichend große Swap-Partition vorausgesetzt)
  • Trackpad mit Scrolling
  • Cardreader

Wechselnde Bildschirmehelligkeit beim Start

Unter Karmic gab es ein nerviges Problem: beim Anmeldebildschirm sprang die Bildschirmhelligkeit immer auf und ab.

Das MSI-BIOS 1.0G soll das Problem beheben.

Es gibt allerdings auch eine gepatchte Version des gnome-power-manager auf launchpad. Ich hab nicht dieses Repository hinzugefügt, sondern das passende .deb-Paket heruntergeladen und manuell installiert. Ein späteres Update des power-managers sollte mich dann wieder auf den rechten update-Pfad bringen.

MSI Wind U100- BIOS

Achtung, nichts für schwache Gemüter, es besteht die Möglichkeit, das Gerät lahmzulegen. Ich übernehme keine Haftung für irgendwelche Schäden.

Ich habe vor der Installation von Karmic nach einem BIOS-Update gesucht. Medion selbst stellt nur ein älteres BIOS zur Verfügung (13.01.2010: V1.0B), ich habe das MSI BIOS mit der Version 1.0F eingespielt. Es ist aktueller und bietet zusätzlich eine Übertaktungsfunktion und ein paar mehr Einstellungsmöglichkeiten.

Daraufhin blieb beim Einschalten der Bildschirm dunkel und ich dachte schon, das Netbook wäre hinüber. Aber es gab Rettung:

Ursache für die Stille des Akoya mini nach Flashen des MSI-BIOS ist wohl die Tatsache, dass die MSI-Wind 1GB aufgelöteten Speicher haben. Steckt nun, wie in meinem, in dem Akoya ein 2GB-RAM-Riegel müsste das BIOS 3GB RAM aktivieren, nämlich den aufgelöteten 1GB und die eingesteckten 2GB. Das Gerät kommt jedoch nur mit 2GB klar.

Die Lösung ist einfach, wenn man noch 1GB (oder weniger) in passendem RAM parat hat und diesen einbaut. Nun startet das Gerät wieder.

Jetzt kann man im BIOS das onboard-RAM deaktivieren und das 2GB-Modul wieder einbauen. Dann geht es. Sollte irgendwann das BIOS die Einstellungen vergessen, z.B. weil die CMOS-Batterie kaputt geht, muss man diese Prozedur wiederholen. Wenn das unterwegs passiert .. Gute Nacht!

Ich selbst bin auf das Medion-BIOS zurückgewechselt, um Probleme zu vermeiden. Bekommt man beim Flashen des BIOS die Meldung:
ERROR: BIOS HAS NO FLASH INFORMATION AVAILABLE
hilft es, das Netzteil einzustöpseln.

Webcam

Die Kamera im MSI Wind ist eine UVC-Video-kompatible Kamera. Seit Ubuntu 8.10 (Intrepid ibex) ist also (eigentlich) kein zusätzlicher Treiber mehr notwendig.

Mit Karmic hatte ich allerdings ein Problem mit der Kamera. Das letzte Kernelupdate (auf 2.6.31-18-generic) behob das Problem, die Kamera meldet sich wieder. Wenn man sicher gehen will, ob die Kamera erkannt wird, hilft lsusb. Das sollte u.a. die Zeile ausgeben:
Bus 001 Device 002: ID 5986:0141 Acer, Inc Ja, die Kamera ist wohl von Acer. Es könnten auch andere verbaut sein, Webcams sind billigware, die da gekauft werden, wo sie gerade am billigsten sind.

Mit dem MSI-Wind-BIOS funktioniert die Kamera-LED vorn am Gerät nicht. Die rote Aufnahme-LED neben der Kamera leuchtet aber im Betrieb.

Bluetooth

Wer Bluetooth benutzt, z.B. mit einem kleinen USB-Dongle, sollte sich für Blueman statt des gnome-bluetooth-managers entscheiden. Bei karmic kann man blueman einfach mit synaptic installieren, bei der Gelegenheit entfernt man auch das Paket gnome-bluetooth. Blueman ist einfacher zu bedienen und kann z.B. das eigene Handy als Modem nutzen oder ein Bluetooth-Headset zu anbinden.

Um das Handy als BT-Modem zu verwenden, startet man per Blueman einfach den Einwahl-Dienst (DUN- DialUp-Networking) auf dem Telefon, so das Telefon denn einen solchen anbietet (beim iPhone geht’s wohl nicht?). Im Network-Manager kann man dann eine Mobile Breitbandverbindung anlegen, eventuell gleich „automatisch verbinden“ auswählen. Achtung: der falsche APN (AccessPointName) kann bei manchem Mobilfunkanbietern zu horrenden Kosten führen!

Thunderbird-Addon Lightning zickt

Wer den Emailclient Thunderbird 2 mit dem Lightning-Kalender-Addon 0.9 benutzt, wird eventuell Probleme beim Anlegen neuer Kalender oder beim Abonnieren bekommen. Ursache ist die stdlibc++5, die von lightning benötigt wird und in den karmic-Paketquellen nicht mehr enthalten ist. Aktuell ist Version 6, die weitgehend abwärtskompatibel ist. Ein symbolischer Link auf die neue Version löst das Problem.

sudo ln -s /usr/lib/libstdc++.so.6 /usr/lib/libstdc++.so.5

Schneller booten

initramfs auf das nötigste beschränken reduziert die init-RamDisk von 7,3MB auf 3MB. Das sind 4,3MB, die beim Start nicht geladen und entpackt werden müssen.

evtl. isapnp und pcmcia deaktivieren, da das mini soetwas ohnehin nicht besitzt. Wenn ihr folgende Ausgabe bekommt:
~$: dmesg | grep isapnp
[ 0.968280] isapnp: Scanning for PnP cards...
[ 1.321409] isapnp: No Plug & Play device found

dann könnt ihr in der Datei /etc/default/grub zu GRUB_CMDLINUX_LINUX_DEFAULT noch noisapnp hinzufügen und
sudo update-grub
laufen lassen.

parport-Treiber-Module blacklisten in /etc/modprobe.d/ eine Datei blacklist-parport.conf (oder auch blacklist-fastboot.conf oder wie’s euch passt anlegen.) und dort eintragen:
blacklist parport_pc
blacklist parport
blacklist lp
blacklist ppdev

dann werden keine Module für die parallele Schnittstelle mehr geladen.

Dienste abschalten
da das jetzt mit upstart alles etwas anders geworden ist, ist es wohl besser, dass ich mir das mal genauer anschau, bevor ich hier Tipps gebe.

Mein Akoya mini bootet so in ca. 39s, wovon 12s vergehen, bevor GRUB geladen wird

useful too: http://linux.aldeby.org/speed-up-your-ubuntu-linux-boot.html

ethernet network offloading

Wer die Ethernet-Schnittstelle des Wind/Akoya mini nutzt, kann dem Netzwerkchip mehr arbeit aufbürden und den Atom-Prozessor entlasten. Per Default sind in karmic nicht alle Optionen eingeschaltet. welche das sind, findet man so heraus:
ethtool -k eth0
Jetzt kann man die einzelnen Offloading-Optionen einschalten, indem man folgende Befehle auf der Konsole eingibt oder besser in die Datei /etc/rc.local schreibt. Dann werden sie bei jedem Start ausgeführt.
#enabling ethernet network offloading
sudo ethtool -K eth0 tx on
sudo ethtool -K eth0 rx on
sudo ethtool -K eth0 sg on
sudo ethtool -K eth0 tso on
sudo ethtool -K eth0 gso on
sudo ethtool -K eth0 gro on