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2009-08-22 | 9/11 und andere Verschwörungen

.. boah gehen mir diese Idioten auf den Sack. Sorry. Auf den Beutel. Zu faul oder zu unfähig, selbst zu denken.

Gerade bin ich das erste Mal über das Paper von einem Dr. Harrit gestolpert, der im Staub des WTC angeblich Spuren von Nanothermit gefunden hat und damit beweisen will, dass die Türme und Gebäude 7 gesprengt wurden. Dabei fallen mir auf Anhieb ein paar Dinge auf, die ihn unglaubwürdig erscheinen lassen.

  1. Dr. Harrit ist selbst von der Sprengung überzeugt und damit nicht Objektiv,
  2. Es wurden nur 4 Proben untersucht, es gibt keine Vergleichsproben,
  3. Die Proben sind sämtlichst durch die Hände von Prof. Steven Jones gegangen, der als einer der führenden Verschwörungstheoretiker in sachen 9/11 gilt,
  4. Mindestens einer der 4 privaten Staubsammler ist selbst Verschwörungstheoretiker,
  5. Unterschiedlich schwere Partikel werden unterschiedlich weit getragen, die zusammensetzung der 4 Staubproben müssten sich unterscheiden, da sie in unterschiedlicher Entfernung zum WTC gefunden wurden.
  6. Fast alle Maßstäbe in dem Paper sind im Mikrometerbereich (10-6m), also nichts mit Nano(10-9m)-Thermit. Der Unterschied ist Faktor 1.000.
  7. Die vorgezeigten Plättchen von Aluminium sind scharfkantig, also eher durch Zerkleinerung großer Partikel entstanden. Noch ein Indiz gegen Nanotechnologie.

Mir sind das schon zu viele Ungereimtheiten, um Harrit noch ernstzunehmen. Und so geht es mir mit vielen angeblichen Verschwörungen:

  • Die Amerikaner waren 1969 auf dem Mond! Die Sowjets hätten schon geschrien, wenn nicht.
  • Es gibt keine jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung.
  • Freimaurer sind bessere Kegelclubs und nicht die Weltenlenker.
  • 23 ist der Vorgänger der 24 und Nachfolger der 22 und damit eine natürliche Zahl wie jede Andere.
  • Die Protokolle der Weisen von Zion sind eine Erfindung

Nur zwei Sachen glaube ich: Bielefeld existiert wirklich nicht und am 11. September wurde Flug 96 abgeschossen und man war zu feige, diese kalt kalkulierte Maßnahme hinterher einzugestehen.

Wie gesagt, ich glaube. Ich meine nicht, irgendwelche Beweise dafür zu haben oder jemanden davon überzeugen zu müssen. Viele Grüße nach Bielefeld an 3Dsupply, die T-Shirts sind angekommen. Lasst euch von IHNEN nicht unterkriegen!

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2009-08-01 | Kommentarspammer nerven!

Echt eyh! Lasst doch endlich den Müll ihr SEOs, ihr Suchmaschinen-Optimierer. Es nützt nichts. Niemand will Kommentare wie “Guter Ansatz – denke auch in diese Richtung” oder “It’s a pity that people don’t realize the importance of this information.” Die haben keinen Bezug zum Blogpost und zeugen nur davon, dass der Artikel ganz offensichtlich NICHT gelesen wurde. SEOs, lernt es endlich: nur Qualität und Inhalte bringen eine Seite dauerhaft nach vorn. Googles Pagerank beachtet Links in Kommentaren ohnehin nicht.

Warum gibt jemand, der nach seiner IP-Adresse in der Uni von Bangkog sitzt, eine österreichisches Karriereportal als Homepage an? Doch nur, damit ein Link zu dieser Webseite auftaucht. Wörtlich gleichlautende Kommentare finden sich überall in Blogs: dreisamblog, infopirat, Ein Fußball-Blog, Musik-Schmidt und sogar in einem Blog, das nicht annähernd auf deutsch ist und dessen Kommentare von Casino-Werbung nur so sprudeln: mintkei. Ist das Koreanisch?

Liebe Blogger, lasst euch nicht nicht von Floskeln täuschen und akzeptiert diese Nullkommentare nicht aus Eitelkeit.

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2009-06-09 | Andrew Keen nutzt die Stunde der Stümper

Der Bibliothekscomputer spuckte mir zum Schlagwort »Semantic Web« nicht besonders viele Veröffentlichungen aus – viel Web2.0-Kram. Aber darunter war auch ein Eintrag, der wohl kein Fachbuch war: Andrew Keens »Die Stunde der Stümper« (engl. »The Cult of the Amateur«). Der Untertitel »Wie das Internet unsere Kultur zerstört« steht nicht auf dem Deckel. sonst hätte ich es vielleicht nicht mitgenommen. Aber so wollte ich etwas für meine Bildung tun, über den Tellerrand schauen, meine Softskills anwenden – was man Studenten heute eben so beibringt.

Keen kritisiert das moderne Internet mit seinem user-generated-content. Wikipedia und YouTube sind ihm ein Dorn im Auge. Der Tenor ist einfach: im Internet sind nur Amateuere unterwegs und sie alle sind Dilletanten. In der realen Welt sind alle Profis und machen deswegen alles besser.

Er zitiert das Oxford English Dictionary – (gut und richtig, weil von 16 professionellen Lexikografen gemacht) – und da steht, das ein Amateur jemand ist, der etwas unentgeltlich, als Hobby, einfach gern macht. Klar, der Begriff kommt ja aus dem französischen und heißt wörtlich »Liebhaber«. Im EOD steht dann aber auch, dass Amateur auch abwertend für Dilletant gebraucht wird. Und damit hat Keen sein Fressen gefunden. Damit ist für ihn der Beweis erbracht, dass Amateure alles Stümper sind, keine Befähigung zu dem haben, dass sie da tun. Keine Ausbildung, keine Abschlüsse, kein Geld – ergo keine Qualität.

Ganz im Gegesatz dazu sieht er die Profis: Gut ausgebildet, verantwortungsvoll, angefüllt mt Stolz auf Ihren Berufsstand, integer. Als Beispiel präsentiert er die Ärzte. Nur Beispiele sind keine Beweise und spätestens bei den Journalisten ist es vorbei damit. Journalist darf sich jeder nennen – egal wie er ausgebildet ist. Jeder darf damit seinen Lebensunterhalt vedienen und genau so sieht die Medienlandschaft heute in Deutschland aus. Gegen das Persönlichkeitsrecht zu verstossen ist kein investigativer Journalismus. Sich kaufen zu lassen und genehmen Politikern ein nettes Interview zu schenken ist nicht unabhängig und überparteilich.

Andrew Keen hat zwar recht damit, dass es auf Youtube jede Menge schlechter, belangloser Videos gibt – Niedliche Hunde, fallende Kinder usw. Er tut aber so, als gäbe es das im Fernsehen nicht. Dort heißt es dann “America’s funniest Homevideos”. Die guten Videos erwähnt er nicht.

Im Internet kann jeder schreiben, was er für die Wahrheit hält – Wikipediaartikel kann jeder editieren. Das lässt sich misbrauchen und dieser Misbrauch wird auch versucht – z.B. können sich Firmen positiver darstellen, als sie sind. Andrew tut nun aber wieder so, als gäbe es dazu kein Äquivalent im RL: gekaufte Beiträge in Tageszeitungen sind aber an der Tagesordnung. Den Wikipediaeintrag kann man korrigieren, die Tageszeitung ist raus und unveränderlich. Wie wünschte ich mir, ich könnte so manchen Bild-Artikel korrigieren.

Verschwörungstheorien, Mystizismus, politisch motivierte Fehlinformation und Geschichtsklitterei, offene und versteckte Werbung, Manipulation – all das gibt es doch nicht erst seit dem Web2.0. Das sind doch alles keine Erfindungen des Silicon Valley. Das kommt aus Hollywood, New York, Washington, Berlin, Hamburg, Köln oder wo auch immer Medien, Witschaft und Politik gemacht werden.

Ich hab Keens Machwerk bis Seite 47 gelesen und mag erstmal nicht weiterlesen. Herr Keen möge mal erkennen, dass Amateur und Profi sich nur in ihrer Motivation unterscheiden, nicht in der Qualität ihres Tuns. Der Amateur tut es aus Liebe, der Profi für’s Geld. daraus abzuleiten, einer von beiden täte es besser, ist einfach nur falsch. (nicht »diskussionswürdig« oder »nicht ganz korrekt«. Nein. Einfach nur falsch)

[Update] btw. der Typ schreibt selbst einen Blog, twittert und scheint ein Apple-Fanboy zu sein – er hält Steve Jobs für einen Revolutionär. Naja, Ansichtssache. Sein Buch hat er auch geschrieben, obwohl er kein ausgebildeter Schriftsteller ist. Er ist wohl sein eigenes Gegenbeispiel. Kurz und Gut, der Mann ist ein Troll. und ich hab ihn hiermit gefüttert. Verdammt.

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2008-11-27 | Pro7 Popstars – das ist doch ein Witz. Hoffentlich.

Hoffentlich! Ich hoffe eindringlich, das ist ein Scherz. Bestimmt. Na klar ist das ein Joke. Gleich kommt der Metzgersjunge um die Ecke und ruft: “Haha, ihr dachtet das is ‘ne Castingshow. Aber wir wollten nur mal sehen, was ihr alles so macht vor der Kamera. Sag mal einer Maschendrahtzaun.” Aber nein. Keine Enthüllungen, kein Showpraktikant. Die meinen das ernst.

Ich hab’s beim Durchschalten gesehen und bin entsetzt hängengeblieben. Das ist doch selbst für Fernsehen unter aller Sau. Die Performance der Mädels war einfach grottig schlecht. Ich hab schon spontane Karaokeeinlangen von strunzsturzbesoffenen Frauen gesehen, die besser gesungen und getanzt waren. Sowas gehört nicht auf die Mattscheibe. Die Mädels sind doch teilweise noch minderjährig. Man sollte sie davor bewahren, sich so von TV-Produzenten ausnutzen zu lassen.

Der unsägliche Detlef «die Wurst» (Dee Soost) und seine Aushilfsjury sind nur peinlich – aber wenigstens alt genug, um selbst verantwortlich zu sein, wenn sie sich vor (wie is die Quote dieser Sendung?) 500.000 Menschen zum Nappel machen. Über «so tight, dass es burnt»-Dee muss man keine Worte mehr verlieren. Der andere Typ quatscht wie der Klischeetürke aus einer schlechten TV-Serie. Die viel zu schmale Blonde haucht pseudosexy totalen Blödsinn ins Mikro. Wer sind die beiden eigentlich?

Für die eben abgelieferte schlechte Performance gibt es Lobhudelei wie einst von Mareike Armado in der Miniplaybackshow. “Ffein hasht du dash gemakt. Du hasht dir ssooo viel Mühe gegeben!” Nur Mareike hatte es mit Vierjährigen zu tun.

Dann soll eine Eintscheidung getroffen und verkündet werden. Langsam sabbelt die Blondine was von schwerer Entscheidung und gleich sagen sie auch, wer weiter mitmachen muss. Gleich, ganz wirklich gleich. Unerträgliche Pausen und ein Herzschlag aus dem Drumcomputer ersetzen keine Dramaturgie. Das ist nicht spannend, das ist unnötiger CO2-Ausstoß. Und sie nehmen ohnehin die mit dem schweren Schicksal, das sich so schön ausschlachten lässt.

Und während ich das hier schreibe fängt grad der nächste verabscheuungswürdige Blödsinn an. Stylomat oder oder so? Ich tue das einzig Vernünftige. Abschalten.

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2008-08-12 | Telekom Onlinerechnung: unbenutzbar

Ich krieg grad einen kleinen persönlichen Ausraster und muss mal über pinkT meckern.

Die verdammte Online- Rechnungs- Sch***e ist schlicht unbedienbar. So hab ich mir immer die Usability- Hölle vorgestellt. Wer sich das ausgedacht hat und das auch noch programmiert hat, gehört schlichtweg zwangsberentet – ohne Pensionsansprüche. Absolutes Computerverbot inklusive.

Zuerst will die Seite kundencenter.telekom.de -zig cookies setzen, man wird über verschiedenste Server herumgereicht, die auch wieder Cookies setzen wollen. Dass man JavaScript aktivieren muss, ist man ja schon gewohnt.

Dann klickt man auf Online- Rechnung und anstatt die Rechnungen präsentiert zu bekommen, wird man von kundencenter.telekom.de zu telekom.de/kundencenter_reo geschickt – natürlich in einem neuen Fenster. Für Opera- Benutzer ist hier erstmal Schluss, die Seite bleibt weiß.

Firefox angeschmissen, wieder eingeloggt, Rechnung geklickt und ich bin angekommen. puuh. Das hätte auch schneller und leichter gehen können.

Wenn man jetzt auf “aktuelle Rechnung” klickt, will das tolle System die Rechnung mithilfe des Acrobat- Plugins anzeigen. Das will ich aber nicht. Ich will doch nur meine Rechnung runterladen. Ich bin schon groß, ich kann die mir auch alleine Anzeigen – danke.

In der Fehlermeldung zum Plugin kann man aber wenigstens “hier” klicken, was die Seite auch gleich mit einer JavaScript- Box quittiert – aargh. Haben Sie Geduld, steht da. Der unbedarfte User wird nur fünf Minuten vor der Box sitzen und warten, der Unsichere wird auf Abbrechen drücken. Beide kommen wohl nicht an ihre Rechnung.

Die Rechnung vom letzten Monat hab ich auch noch nicht? Na dann ab ins Archiv, ist ja alles da. Hier erteilt man Downloadaufträge. Die werden dann bearbeitet und wenn sie fertig sind, kann man etwas herunterladen. Das dauert ein wenig und der unbedarfte User wird öfter die Meldung bekommen, dass seine Downloads noch nicht fertig sind. Hä? Wie Bitte? Genau! Einem erfahrenen Surfer ist diese Vorgehensweise völlig schleierhaft.

Wenn ich das meiner Mutter erklären müsste, die würde mich nur fragen: “Warum genau ist jetzt Online- Rechnung besser?”

Ich will doch nur eine Liste mit den letzten Rechnungen, hinter jeder zwei Links: ansehen und herunterladen. Und wenn irgendetwas ein bißchen länger dauert, dann will ich einen Fortschrittsbalken, der mir das signalisiert. Ihr könnt das ja intern über Downloadaufträge steuern, aber ich will davon nichts sehen.

So, jetzt reichts auch. Mir geht’s jetzt wieder besser, der Adrenalinspiegel ist gesunken und ich hab sogar die EVÜ (Einzelverbindungsübersicht) auf meinem Rechner. Mensch, ich muss gleich mal bei der Krankenkasse anfragen, ob sie nicht meine Beiträge senken, wo ich doch mit meinem Blog meinen Stress abbaue und mein Herzinfarktrisiko senke =).

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