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2009-07-28 | Weiter keine Meldung von ProMarkt.de

nicht lieferbar

Am Freitag Abend haben wir ProMarkt per Mail darüber aufgeklärt, dass es und reicht: ProMarkt liefert nicht, informiert unzureichend, beruft sich auf unwirksame Klauseln in den AGB und uns ist inzwischen ein bezifferbarer Schaden durch das Verschulden von ProMarkt entstanden.

Wir fragen vorsichtig nach Schadensersatz oder einer angemessenen Alternativlieferung. Weil aber die Liebste keine Geduld mehr hat und endlich ihr Notebook will und zu befürchten steht, dass es das Gerät bald nirgends mehr gibt und adäquate Nachfolgemodelle auf sich warten lassen — deswegen lassen wir ProMarkt vom Haken und widerrufen, fordern das Geld zurück. Dass sich übers Wochenende da nicht so viel tut, damit musste man rechnen. Hat PM deswegen erst am Freitag geschrieben, dass das Gerät nicht nachgeliefert werden kann?

PM_tracking

Wie man sieht, sieht man nichts. Das zeigt das Tracking-system von Promarkt 3 Wochen nach der Bestellung. Nichts von Lieferverzögerung, Nachbestellung oder dem Widerruf des Fernabsatzvertrages. Gute Kundeninformation sieht anders aus.

Nun ist Dienstag, es war einen ganzen Montag Zeit, etwas zu unternehmen. Doch wie immer bei PM: Keine Mail, kein Anruf, kein Eintrag im Trackingsystem:

2009-07-28 | Trauerspiel: Notebookkauf bei promarkt.de

nicht lieferbar

Heute muss ich mich mal wieder Dampf ablassen und eine Elektromarktkette wird dabei ihr verdientes Fett abkriegen. So geht es denen, die Lieferzusagen nicht halten, den Geldeingang nicht im Griff haben, Kunden nicht informieren und fragwürdiges Geschäftsgebahren an den Tag legt.

Die Geschichte

Wie fängt man an? Es sollte ein neues Notebook für die Liebste werden, 15-Zoll hochauflösendes Display, stromsparende Rechenpower, 4GByte RAM, leise, leicht und schick sollte es sein. Unsere Wahl fiel auf das LG R510 in der Ausprägung Sovico alias S.ABCAG. Notebooks haben heute so sexy Namen =|

Wir hatten in vielen Märkten und bei vielen Fachhändlern geschaut, aber nirgends ist das Gerät vorrätig oder wenigstens ein ähnliches zu betrachten. Wir hätten es fast überall auch bestellen können, aber dann hätten wir es auch sofort nehmen müssen — »gucken is nich«. Der deutsche Einzelhandel verzeichnet zu recht Umsatzrückgänge, wenn in den Läden nur der billige Schrott steht.

Der nächste Schritt liegt nahe: man sucht sich einen Onlinehändler. Diverse Preisvergleichsportale helfen dabei. Man wählt nicht den billigsten Anbieter sondern einen mit Erfahrung, dessen Namen man kennt und dessen Webseite Vertrauen erweckt und der liefern kann. Unsere Wahl fiel auf ProMarkt.de. Dort war das Gerät vorrätig und sollte in der gewünschten Ausstattung 1033,-€ kosten. Für ProMarkt.de sprach außerdem, dass es ein Ladengeschäft in Cottbus gibt.

Also los ging’s, am 7.7.2009 abends wurde bestellt, noch ein aktuelles MS-Office dazu und überwiesen. Die Überweisung von gut 1.100,-€ erledigten wir in zwei Tranchen, da das Girokonto mit einem Überweisungshöchstbetrag gesichert ist. Eine Überweisung und ein Terminüberweisung später stellt sich die Vorfreude auf das neue Prachtstück ein. ProMarkt.de hat ein Trackingsystem und das meldete dann auch Auftrag und Geldeingang am 8.7.2009 um 10:30. „Super, das geht aber schnell“ dachten wir erfreut.

Doch nun kommt die Wende.

Plötzlich ist das Gerät aus dem Onlineangebot von Promarkt.de verschwunden. Keine Nachricht im Trackingsystem, keine Email, kein Anruf.

Am 13. Juli wird uns das Warten zu lang. Wir fragen per Mail nach. Noch am selben Tag antwortet Dennis H. von Promarkt meiner Freundin

[…], dass ihr Auftrag erst bei vollständig vorliegendem Zahlungseingang, berücksichtigt wird.

und dass die Anfrage an »die Fachabteilung« weitergeleitet wird. Dann wieder Ruhe — mir schwant, ProMarkt kann nicht liefern.

Am 15. ist dann doch genug Zeit ins Land gegangen, um zu fragen, was denn »die Fachabteilung« nun meint. ich kann mir den Hinweis nicht verkneifen, dass es ein unlauterer Wettbewerbsvorteil ist, wenn man Verfügbarkeit signalisiert, die nicht gegeben ist. Noch ein Gerät auf Lager ist vielleicht für einen kleinen Krauter »verfügbar«, bei ProMarkt muss es dann heißen »Achtung, nur noch ein Gerät, muss nachbestellt werden.« Aldi muss vom Angebotsfleisch ausreichend vorrätig halten — ProMarkt muss das nicht???

Man entschuldigt sich, dass sich da was überschnitten haben muss. Wie sich ein Zahlungseingang am 8.7.2009 mit Mails vom 13. und 15. Juli überschneiden können. weiß wohl auch nur ProMarkt.de. Man hätte uns schon in der letzten Mail mitgeteilt, dass das Gerät erst in KW 30 wieder verfügbar sei. Momentmal, letzte Mail? Und ja, die Suche im Spamordner eines großen E-mailanbieters mit X findet sich eine Mail.

[…] mussten wir das bestellte Produkt exklusiv für Sie über unsere Lieferanten entsprechend nachbestellen.

Na gut, gedulden wir uns. Bis zum Freitag, den 24.7. … dem letzten Tag der 30.KW. Da meldet ProMarkt.de: Tut uns Leid, das Produkt können wir nicht liefern. Ersatzweise wird ein 300€ billigeres R510 angeboten. Zwar im etwas hübscheren Rot, aber nur mit 1280er Display, 2 statt 2,4GHz-CPU und damit in den beiden wichtigsten Punkten an unseren Anforderungen vorbei.

In einer Mail kläre ich die freundliche Fachabteilung darüber auf, dass sie sich des Vertragsbruchs schuldig macht. Wir machen es ProMarkt leicht und widerrufen den Vertrag, damit wir wenigstens das Geld wiederbekommen und woanders bestellen können.

Damit das hier nicht zu lang wird, soll hier erstmal Schluss sein. Ich berichte aber weiter.