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2012-12-16 | Reader rooten

Nach langer Pause gibt es mal wieder einen Beitrag von mir und thematisch mache ich genau da weiter, wo ich vor über einem Jahr aufgehört habe – beim eBook-Reader.

Der PRS-T1 von Sony ist sicher technisch eines der besten Geräte am Markt und dem gerade erschienen Nachfolger T2 überlegen – letzterer hat z.B. keine Kopfhörerbuchse mehr – aber von der Software und den Services her hat Sony einfach einen totalen FAIL abgeliefert. Obwohl Android (2.2.1, alias Froyo) als Betriebssystem ist, kannn man nichts nachinstallieren – keinen RSS-reader, keine Email-App, kein Sudoku oder Kreuzworträtsel. Und der eingebaute Buchladen funktioniert immer noch nicht. Als Hinweis an Sony: mit Apps und Inhalten verdienen sich Apple und Google gerade dumm und dusselig!

Aber dem kann Abhilfe geschaffen werden, indem man das Gerät rootet, sich also das Recht verschafft, selbst Apps zu installieren. Alles, was man dazu braucht, ist eine kurze Anleitung und etwas Software. Es läuft darauf hinaus, dass man die Software auf den Reader packt und das Gerät mit gehaltener Home- und Menütaste neu startet. Danach hat man eine weitere Seite im Menü, auf der später die Apps landen. Auf der findet sich auch schon die Einstellungen und ein TotalCommander (Dateimanager), den wir zum manuellen installieren von Apps gut gebrauchen können.

Es gibt auf der Seite mit der Software einen weiteren Fix für den Reader, der auf die gleiche Weise eingespielt wird: App2SD. Damit kann man das von Sony abgeschaltet Verschieben von Apps vom internen Speicher auf die SD-Karte wieder einschalten. Mit SD-Karte meint der T1 allerdings nicht die im Mini-SD-Slot eingelegte Karte, sondern den internen Speicher, wo auch die Bücher liegen und statt 50MB ca. 1,4GB Platz sind.

Die erste App, die man sich installieren will, ist sicher der Android Market (alias Google Play). Die Anleitung und Downloadlink dafür finden sich in der selben Quelle. Auch hier die Zusammenfassung für nicht Englischsprecher: Market herunterladen, die Zip-Datei entpacken und auf den Reader übertragen, dort die apk-Datei per TotalCommander suchen und starten. Danach sollte der Market installiert sein und man kann nach eInk-Display tauglichen Apps auf die Jagd gehen.

Hier noch eine kurze Liste bisher von mir angetesteter Apps:

  • aCalendar – eine der besten Android-Kalender-Apps. Man kann die meisten Animationen abschalten, das Farbschema ist auch s/w-tauglich. Allerdings noch weitestgehend funktionslos, da einige Komponenten zum Kalendersynchroniseren auf dem Reader noch fehlen. Dazu später sicher mehr.
  • K-9 Mail – funktioniert super, auch optisch sehr gut, wenn man unter Einstellungen -> Theme das helle (Light)- Theme auswählt und die Animationen abschaltet.
  • SparseRSS –  sehr gut, wenn die RSS-Überschriften nicht zu lang sind – sonst scrollen die im Titel durch und dafür sind eInk-Displays zu langsam. Auch hier gibt es ein helles Theme.
  • Wunderlist – mangels Animationen und mit einem hellen Hintergrund ist Wunderlist erstaunlich eBook-kompatibel.
  • OpenSudoku – einfaches und schönes Sudoku.
  • CoolReader – eBook-Reader – lässt sich zwar installieren, aber die Seitenblätter-Animationen machen es unbrauchbar und die aktuelle Version bietet keine Möglichkeit, diese abzuschalten.
  • Kindle – Amazons eBook-Lese, leih- und Kauf-App ließ sich leider nicht aus dem Android Market installieren.

2011-11-21 | Schutzhülle für PRS-T1

ich hab mir für meinen T1 eine Hülle nähen lassen. Wenn ihr auch eine wollt, ich stell gern den Kontakt her!

2011-11-05 | Neues vom PRS-T1

Ich hab meinen neuen Ebook-Reader nun eine Woche im intensiven Einsatz. Ich habe bisher genau einmal aufgeladen und der Akku ist heute noch halbvoll – So stell ich mir mobile Geräte vor.

Das Abstürzen hat sich inzwischen drei oder viermal wiederholt. Genauer gesagt stürzt nur die Berührungserkennung ab. Wenn man gerade im Buch liest, kann man einfach mit den Tasten weiterblättern, ist man aber gerade im Browser und will zurück ins Buch, dann hilft nur ein beherzter Reset. Der Fehler tritt beim Blättern per Wischen auf.

Der Store sagt immer noch demnächst verfügbar. Langsam wird’s Zeit, Sony!

Verbesserungswünsche habe ich auch: Statt der drei neuesten Bücher sollte das Gerät auf der Startseite vielleicht die drei letzten Bücher anzeigen. Jetzt muss man sich den Roman aus der langen Liste heraussuchen, wenn man Tagsüber in Manuals gestöbert hat.

Die Bibliothek, also die Darstellung der aufgespielten Ebooks, muss dringend verbessert werden. Man hat praktisch nur eine lange Liste. Filtern nach Autor, Genre usw. sollten das mindeste sein, wenn dann mal 1.000 oder mehr Ebooks auf dem Gerät sind.

Beim Reset könnte das Display reagieren, damit man sieht, dass es geklappt hat. Besser wäre natürlich, wenn kein Reset notwendig wäre.

Ein paar mehr Formate dürften auch gern unterstützt werden. Bis dahin begnüge ich mich mit der Konvertierung von Calibre. Großartige Software übrigens. Legt euch einen Flattr-Button zu!

Und jetzt das Beste: Hüllen sind für das PRS-T1 noch nicht zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Deshalb wird jetzt für mich eine extra angefertigt. Wenn sie gut wird, stell ich sie hier vor und starte auch gern einen schwungvollen Handel damit, falls jemand dann Interesse hat.

2011-10-29 | Neues Spielzeug

Ebook-Reader sollen ja dieses Jahr endlich ihren Durchbruch feiern – wie in jedem Jahr seit 199x. Bei mir hat es diesmal jedenfalls geklappt. Nach der IFA wollte ich ein Gerät mit Touch und Wifi haben. Ich habe mir dann schon vor einer Weile den Sony Ebook-Reader PRS-T1 vorbestellt (und auch vorbezahlt). Gestern kam er dann endlich an und ich habe was zum Spielen für’s lange Wochenende. Hier meine ersten Eindrücke.

Die Verpackung ist kaum größer als das Gerät selbst und schnell ausgepackt. Außer einen Micro-USB-Kabel und einem Plastikstift ist kein Zubehör dabei. Das Gehäuse des Geräts ist leicht und fasst sich stabil an. Das Display sieht auf den ersten Blick erschreckend grau aus. Das mag am Kontrast zum rein weißen Rahmen liegen. Vielleicht sieht es bei der schwarzen Variante nicht so aus. Ein Druck auf den Power-Taster unten und das Gerät startet.

Es sind drei Bücher vorinstalliert, „Ballaststoff“ und „Rotkehlchen“ und „Betriebsanleitung“. Lesen muss man wohl keins davon :) Man kommt fix in die Einstellungen, schnell ist auch WLAN eingerichtet. Der Reader-Store meldet allerdings nur „Demnächst verfügbar“. Den PRS-T1 gibt es bald auch bei libri. Ich denke mal, dass der Sony-Store in Deutschaland auch der libri-Store sein wird.

Korrektur! Ganz ohne  Bedienungsanleitung gings dann doch nicht. Um ein Buch in eine Sammlung einzufügen muss man in der Sammlung auf die Kontextmenü-Taste drücken und die entsprechende Option wählen. Ein Button mit einem Plus und einem Buch im Display hätte hier sicher nicht geschadet, gerade wenn die Sammlung noch leer ist. Der eingeblendete Hinweis aufs Handbuch ist eher frustrierend als hilfreich.

Beim Projekt Gutenberg gibt es jede Menge freier Ebooks, also gleich mal ein Paar besorgt und draufgepackt. Lesen macht Spaß und die Umgewöhnung geht fix. Man kann mit den Blätter-Tasten oder per Wischer auf dem Display umblättern. Den Wischer mache ich instinktiv immer falsch herum. Das kann man zwar in den Einstellungen umdrehen, aber ich lasse es so. Ich mach es wahrscheinlich auch dann wieder falsch.

Gestern ist mir das Gerät zum auch gleich ersten mal abgeschmiert, der Touchscreen reagierte gar nicht mehr und das Gerät war so nicht bedienbar. Ein Reset per spitzem Gegenstand war nötig. Hier hat man wohl an der Firmware gepfuscht, um den Markteinführungstermin zu halten. Das System ist übrigens ein Android. Zusätzliche sinnvolle Apps sind also denkbar. Ein RSS-Reader wäre z.B. ein Anfang, das herunterladen von Texten von Laufwerksfreigaben wäre auch nicht schlecht.

Zu den Formaten, die der Reader beherrscht, muss ich später noch was schreiben: Epub, PDF und rtf gehen, die Experience unterscheidet sich aber. Ich muss da noch probieren.