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2009-08-07 | Amazon Kreditkarte angekommen

Das Rennen um die kleinen Notebook-Pokal ist frühzeitig entschieden: die lbb hat die Amazon-Kreditkarte geschickt bevor die Bestellung bei amazon abläuft. Natürlich kam der Postbote mit dem PostIdent-Brief zu üblichen Arbeitszeiten und niemand konnte ihne entgegennehmen, aber heute konnte er bei der Post abgeholt werden.

Für kurzes angestrengtes Stöhnen sorgte die Tastache, dass das Limit weiterhin mit 210 € angegeben war und eine Erhöhung in 15 Tagen in Aussicht gestellt wurde. Aber ein Anruf konnte das klären.

Amazon kann jetzt liefern. Mal sehen, was sie daraus machen. Wenn sie’s bis morgen schafffen, gibt’s ein Bienchen =)

2009-08-04 | Notebook-Story Kapitel 2: Amazon

Ist es denn zu fassen? Will in diesem Internet überhaupt jemand etwas verkaufen? Aber der Reihe nach:

Das von der Liebsten gewünschte Notebook gibt es inzwischen nur noch bei einem Versandhändler und bei Amazon. zum nahezu identischen Preis von 1154,95€ bzw. 1154,98€. Amazon versendet kostenfrei und gibt einen Lagerbestand von 3 Stück an. Also bestellen wir dort.

Bei der Wahl der Zahlungsmöglichkeiten kommt dann die böse Überraschung: Es geht nur per Kreditkarte. Wir haben keine, wollen auch keine. Kreditkarten sind was für Amis, die keine Girokonto kennen. Für Mitteleuropäer gibt es bessere und sicherere Möglichkeiten des Bezahlens — beispielsweise das Lastschriftverfahren.

Amazon macht bei der Gelegenheit Werbung für die ‚eigene‘ Kreditkarte. Man verspricht sekundenschnelle Einrichtung und 20€ Gutschrift. Herausgegeben wird die Kreditkarte von der Landesbank Berlin. Richtig: das sind die mit dem Stollen und den gestohlenen Kreditkartendaten. Die hießen auch mal Bankgesellschaft Berlin und haben mit windigen Immobiliengeschäften dem Steuerzahler einiges an Kosten aufgebürdet.

Was soll’s: wir machen das mit der Amazon-Karte, die wird nach Abschluss des Geschäftes eben sofort wieder gekündigt. es geht auch alles sehr fix. Nur das sich mit dieser Karte das Notebook auch nicht bezahlen lässt. Bis das Anmeldeprozedere mit PostIdent nicht vollständig ist, gilt ein Limit von 210€. Anruf bei Amazon (freundlicher, aber leider auch hilfloser Hotlinemitarbeiter) und der Landesbank (die Dame klang eher, als wären wir die Bittsteller) können daran nichts ändern. noch 8 Tage ist das Notebook für die Bestellung reserviert, 7 Tage dauert es voraussichlich, bis die kreditkarte wirklich einsatzbereit ist. Das wird ein spannendes Rennen.

Mal ehrlich Amazon: Warum besteht ihr auf Kreditkartenzahlung? Warum bietet ihr eine Karte an, mit der man dann auch nicht bezahlen kann? Warum macht ihr es den Kunden so schwer, etwas zu bezahlen? Solltet ihr es dem Kunden nicht möglichst leicht machen? Und wann gebt ihr zu, dass das Patent OneClick-Bestellung ungültig ist?

2009-07-31 | ProMarkt.de überweist das Geld nicht zurück

nicht lieferbar

[…] Bereits geleistete Vorkassezahlungen werden wir umgehend auf das Konto erstatten, von dem wir die Zahlung erhielten.[…]

ProMarkt am Dienstag, 28.07.2009

Wenn man Dienstag umgehend überweist, ist das Geld am Mittwoch da — na spätestens am Donnerstag. Heute ist Freitag, der 31.07.2009 und das Geld ist nicht auf dem Konto. Bei der Bestellung funktionierte das Bankwesen sehr gut. Die Überweisung vom Abend war am nächsten Morgen schon auf deren Konto. Wir fragen per Mail mal nach, weil sich ohne Nachfrage bei ProMarkt.de nichts tut:

Nach Ihrer automatischen Mail vom Dienstag, wonach Sie mir mein Geld umgehend zurück überweisen wollten, ging ich davon aus, dass das Geld am darauf folgenden Tag auf meinem Konto eingehen würde. Da dies immer noch nicht der Fall ist und die Überweisung in entgegengesetzte Richtung umgehend erfolgt ist, muss ich davon ausgehen, dass es kein Fehler der Bank ist, sondern Sie NICHT umgehend überwiesen haben und bitte Sie dies nun zu tun, sonst behalte ich mir weitere rechtliche Schritte vor.

Ich überlege gerade, ob ich nicht Strafanzeige gegen ProMarkt.de stelle. Mir scheint, die wollen gar nicht liefern, sondern erschleichen sich auf diese Arten kostenlose Kredite von den Kunden. Das wäre Eingehungsbetrug.

Mich ärgert deren Verhalten am meisten, denn ich habe für meine Liebste diesen Versender ausgewählt. Ich steh doof da, weil ProMarkt.de nichts davon versteht, wie man mit Kunden umgeht, sich nichtmal an die eigenen AGB hält.

Die Liebste hat schlechte Laune. ProMarkt ist schuld ich darf’s ausbadenmuss sie trösten. (Die vorherige Formulierung klang ein wenig so, als ließe die Liebste ihre schlechte Laune an mir aus. Das tut sie nicht. Sie schaut mich traurig an und sagt: »Ich will endlich mein Notebook.«)

[Update] Samstag, 1.8.2009 — noch kein Geldeingang.
[Update] Montag, 3.8.2009 — das Geld ist da, wurde von ProMarkt angewiesen, nachdem wir nachgefragt haben, wo es bleibt.

2009-07-28 | ProMarkt: Kopf in den Sand

nicht lieferbar
Weil So schön, gleich das Nächste, eine Mail von gerade eben:

geehrte Frau Xxxxxx,
Leider ist es uns nicht mehr moeglich, den von Ihnen bestellten Artikel ueber unsere Lieferanten zu beziehen. Deshalb mussten wir Ihre Bestellung mit der Nummer PXXXXXXXX bei ProMarkt.de GmbH stornieren. Bereits geleistete Vorkassezahlungen werden wir umgehend auf das Konto erstatten, von dem wir die Zahlung erhielten. Zahlungen die per Paypal geleistet wurden, werden auf Ihr Paypal Konto erstattet. Wir bedauern die Stornierung Ihres Auftrages und wuerden uns sehr freuen, wenn Sie bald wieder bei uns im ProMarkt.de GmbH-Shop vorbeischauen.

Keine Reaktion auf Widerruf, kein Wort zum Schadenersatz, keine Ersatzweise Lieferung und unwirksame AGB-Klauseln scheinen auch Egal zu sein.

Meiner Liebsten ist inzwischen ein echter Schaden entstanden: Zinsausfall – ich geb doch Promarkt keinen 3-Wochen-zinslosen Kredit, insbesondere wenn das Geld auf dem tagesgeldkonto inzwischen gearbeitet hätte — auch wenn das max 7€ sind. Un dann sind da noch die Mehrkosten für die anderweitige Beschaffung des Geräts. Voraussichichtlich werden das 120€, weil das gute Stück woanders kaum noch verfügbar ist.

Die Sache ist für ProMarkt noch nicht ausgestanden. Wenn durch deren Verschulden — und das ist es, wenn sie Ihren Geldeingang und Warenbestand nicht im Griff haben — das Gerät jetzt für uns teurer wird, obwohl wir einen Vertrag mit ProMarkt haben, dann werden sie diese Differenz begleichen. Zumindest kann man’s probieren. Ich bin sehr entschlossen, da nicht locker zu lassen.

[Edit] ein bisschen umformuliert .. die aufzählungen sahen nicht gerade übersichtlich aus.

2009-07-28 | Weiter keine Meldung von ProMarkt.de

nicht lieferbar

Am Freitag Abend haben wir ProMarkt per Mail darüber aufgeklärt, dass es und reicht: ProMarkt liefert nicht, informiert unzureichend, beruft sich auf unwirksame Klauseln in den AGB und uns ist inzwischen ein bezifferbarer Schaden durch das Verschulden von ProMarkt entstanden.

Wir fragen vorsichtig nach Schadensersatz oder einer angemessenen Alternativlieferung. Weil aber die Liebste keine Geduld mehr hat und endlich ihr Notebook will und zu befürchten steht, dass es das Gerät bald nirgends mehr gibt und adäquate Nachfolgemodelle auf sich warten lassen — deswegen lassen wir ProMarkt vom Haken und widerrufen, fordern das Geld zurück. Dass sich übers Wochenende da nicht so viel tut, damit musste man rechnen. Hat PM deswegen erst am Freitag geschrieben, dass das Gerät nicht nachgeliefert werden kann?

PM_tracking

Wie man sieht, sieht man nichts. Das zeigt das Tracking-system von Promarkt 3 Wochen nach der Bestellung. Nichts von Lieferverzögerung, Nachbestellung oder dem Widerruf des Fernabsatzvertrages. Gute Kundeninformation sieht anders aus.

Nun ist Dienstag, es war einen ganzen Montag Zeit, etwas zu unternehmen. Doch wie immer bei PM: Keine Mail, kein Anruf, kein Eintrag im Trackingsystem: