Artikel mit ‘Cottbus’ getagged

2013-03-10 | Cottbus damals und heute

als es ein paar schöne Tage gab, habe ich mir ein paar alte Stadtansichten von Cottbus aus den Wikimedia Commons herausgesucht und versucht, das selbe Motiv noch einmal zu fotografieren. das ist dabei herausgekommen:

2010-10-15 | Cottbus verschlampt Auskunftssperren

Obwohl ich beim letzten Opt-Out-Day der Weitergabe meiner Meldedaten widersprochen habe, hat die Stadt Cottbus fleißig weiter Auskünfte erteilt. Oder hätte – man weiß ja nicht, was mit den eigenen daten geschieht.

Ich hab mich neulich umgemeldet, da ich umgezogen bin. So macht man das ja als braver Deutscher. Dabei habe ich auf dem Meldeformular ein Feld gesucht, wo ich der Weitergabe meiner Daten widersprechen kann. Überraschung: das gibt es nicht.

Ich frage also die Sachbearbeiterin im Stadtbüro, wie ich denn der Weitergabe meiner Daten widersprechen könne. Daraufhin zieht sie ein Formular aus dem Drucker, das ich schon kenne — von unserem Opt-Out-Day. Ich grinse.

Dann bemerkt die Dame, dass meine Begleiterin schon eine Auskunftssperre eingerichtet hat und schaut sicherheitshalber bei meinen daten nach. Ich lasse schon den Stift fallen, da sie mir wohl gleich sagen wird, dass auch meine Auskunftssperre schon besteht.

Aber diese kleine Anekdote wäre keinen Blogeintrag wert, wenn nicht alles anders käme.  „Nein,“ sagt die Sachbearbeiterin „bei Ihnen ist keine Auskunftssperre eingetragen.“ Ich unterschreibe flink das Formular und hoffe, dass es diesmal mit der Sperre klappt. Ich will nämlich keine Post von Auskunfteien, Religionsgemeinschaften oder Parteien und bis mir der Bundespräsident zum 100. Geburtstag gratulieren kann, ist es noch ein Weile hin. Und das Ganze schon gar nicht für Adresssammler online abrufbar halten.

Zum Abschluss frage ich die Dame vom Stadtbüro, ob Sie die Leute auch immer darauf hinweist, dass sie die Möglichkeit haben, der Datenweitergabe zu widersprechen. Da bekam ich nur ein lapidares „Nein.“ mit einem Unterton, der mir sagen wohl sollte „Wieso sollte ich überhaupt?“.

Da wird wohl wieder ein neuer Opt-Out-Day fällig, an dem wir die Leute Aufmerksam machen. Und diesmal kontrollieren wir nach!

2010-07-24 | Abstimmung zum neuen Cottbus-Logo

Cottbuser LogovorschlägeAuf der Seite der Stadt Cottbus kann man jetzt wieder mal für ein neues Logo abstimmen.

Das letzte Logo war ja als nicht professionell genug belächelt worden. Nun stehen noch bis zum 25. Juli (also nur noch bis morgen!!!) 5 Logo-Entwürfe zur Auswahl.

Cottbus wäre aber nicht, was es ist, wenn es bei der Abstimmung nicht gleich auch einen Datenschutz-faux-pas gäbe: Die Angabe einer Emailadresse ist obligatorisch. Das geht so nicht, liebe Freunde im Rathaus. Ich schreib gleich mal an info@cottbus.de, die Emailadresse im Impressum.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sie verlangen bei der Abstimmung zum neuen Cottbus-Logo die Angabe einer Emailadresse. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Vorgehen aus Gründen des Datenschutzes äußerst bedenklich ist. Emailadressen sind personenbezogene Daten.

1. Die Emailadresse wird für die Abstimmung nicht benötigt. das Erheben nicht benötigter Daten ist nicht erlaubt.
2. Sie machen keine Angaben darüber, ob, wo, wie und wie lange Sie die Emailadressen speichern.
3. Sie machen keine Angaben, wofür Sie die Emailadressen verwenden.
4. sie holen kein Einverständnis für die Speicherung und eine weitere Verwendung dieser personenbezogenen Daten ein.

Bitte stellen Sie diese Umstände schnellstens ab. Zu den rechtlichen Grundlagen berät Sie sicher Ihr Datenschutzbeauftragter.

Mit freundlichen Grüßen

Mal sehen ob und wer mir antwortet und ob die Antwort vernünftig und befriedigend ausfällt.

2010-05-10 | Fahrrad für 22€

Am 6.Mai war Versteigerung beim Cottbuser Fundbüro. Dabei kamen neben Boxen und Werkzeug auch jede Menge Fahrräder unter den Hammer. Darunter auch sehr schöne Räder, recht neu und in Bestem Zustand. Herren- und Damenräder, Mountainbikes, vollgefedert und mit Scheibenbremsen, sogar ein Hühnerschreck – Alles von Markenherstellern. Und keines davon hat mehr als 80€ gekostet. Da ich aber nicht soviel Geld dabei hatte und man bei solchen Versteigerungen üblicherweise bar bezahlt, musste ich bei den Superschnäppchen zurückstecken.

Auch ich hab ein Rad für 22€ ersteigert. Allerdings musste daran einiges wieder gerichtet werden. Neue Mäntel und Schläuche hatte ich noch, eine Kette auch, denn die Alte war fertig. Ein paar Ersatzteile und etwas Arbeit und ich habe ein Fahrrad, dass auch schon die erste 30km-Tour gut überstanden hat. Dafür habe ich das erste mal in meinem Leben einen Speichenschlüssel benutzt und ein Hinterrad gerichtet. Danke, studentische Fahrradwerkstatt!

Und so sieht die Rechnng aus:

Fahrrad            22,00€
2x2 Bremsklötze     7,00€
2 Querzüge Bremse   5,90€
1 Bautenzug vorn    2,00€
1 Bautenzug hinten  1,49€
eine Rückleuchte    2,99€
neue Griffe         1,20€
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Gesamt             42,58€
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[Edit] Na sowas, der Sascha bloggt auch über die Auktion Hof des Rathauses. Ihn hatte ich dort getroffen. Den Link habe ich gefunden, als ich nach der Seite der stud. Fahrradwerkstatt gesucht habe – werde ich gleich mal in die Linkliste aufnehmen!

2010-01-28 | Cottbus weist Bürgerbehren zur Straßenbahn ab

Straßenbahn Cottbus – Elektromobilität seit 1903

Straßenbahn Cottbus – Elektromobilität seit 1903

In ihrer gestrigen Sitzung hat die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung (StVV) das Bürgerbegehren der Initiative ProTram abgewiesen. Grund dafür ist ein Rechtsgutachten der Stadt, das belegen soll, dass das Bürgerbegehren formal Fehler enthält.

Die Abweisung ist ein Affront gegen die Cottbuser Bürger, gegen die Kommunalverfasssung und gegen die Demokratie.

Bürgerbegehren und Bürgerentscheid sind plebiszitäre Elemente, also Mittel des einfachen Bürgers, an politischen Entscheidungen teilzunehmen. Die zu strenge Auslegung von Formalitäten konterkariert aber genau diese Zielstellung, dem »kleinen Mann auf der Straße« ein Mittel an die Hand zu geben. Ein Bürgerbegehren, das nur mit einem Team fähiger Anwälte und der Bereitschaft, vor Gericht zu ziehen, durchzuführen ist, ist kein Bürgerbegehren mehr. Vielleicht sollte es dann Anwaltsbegehren heißen.

Als zusätzliche Frechheit schmücken sich nun der Oberbürgermeister Szymanski und die StVV mit den Früchten der Initiative, danken brav und artig den Bürgern für Ihren Einsatz und verteilen daraufhin die Watschn. Das Bürgerbegehren wird abgelehnt. Man begrüßt natürlich jede weitere Initiative. (»Tritt den Fußball, Charlie Brown!«)

Zur Information noch die Begründungen der Ablehnung im Detail:
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