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2009-09-25 | Wider die Piraten

Vorgestern Nacht haben ein paar selbsternannte Anarchisten die Bundesgeschäftstelle der Piraten in Berlin mit Parolen besprüht. Mal abgesehen, dass eine solche „Heldentat“ bestimmt nicht in einer Reihe mit dem Antifaschistischen Widerstand im dritten Reich oder dem freiwilligen Einsatz im spanischen Bürgerkrieg genannt werden muss … also davon mal abgesehen, fragt man sich, was dass soll.

Ich wage mal den Ansatz einer Erklärung: So wie vielen anderen Bewegungen und Parteien geht den Anarchisten der Arsch auf Grundeis. Sie sehen, wie erfolgreich die Piratenpartei sich ausbreitet. Ich hoffe, die Anarchisten, die solche Aktionen nicht durchführen, verzeihen mir die Verallgemeinerung.

Während die Täter vom Mittwoch in ihrem Bekennerschreiben sich klar gegen die parlamentarische Demokratie aussprechen, stellen sich die Piraten genauso klar als Partei und damit als Teil des Systems dar. Den Anarchisten muss dass natürlich wie ein Verrat vorkommen. Da wird ihnen die Gefolgschaft entzogen und damit alle Hoffnung auf die kommende Weltrevolution — oder was auch immer sie sich erwarten. Ihnen laufen die Leute weg, in eine Richtung in der sich noch etwas bewegen lässt.

böses Guerilla-Marketing

Auch die Art, wie die Piraten Wahlkampf machen, scheint zu missfallen. Bloß weil Sprühschablonen auch schon bei den Werbeagenturen angekommen sind, meinen die Parolen-Frei-Hand-Sprüher, die Piraten wären kommerziell und deswegen verdammenswert. Weil jetzt einige aus ihren Reihen offen mit den Piraten sympathisieren oder sie auf Demonstrationen nicht mehr allein die Aufmerksamkeit kriegen, verhalten sie sich wie bockige Kinder.

Ich halte es für ein verblendetes Weltbild, wenn man meint, den Alleinvertretungsanspruch für Freiheit zu haben und man jedem anderen, der für Freiheit auftritt, Heuchelei unterstellt. Eure Märtyrer-Rolle allein gegen das böse System seht nur ihr. Ihr wollt einen aussichtslosen Kampf führen, damit dieser Kampf nie endet. Bitte tut das. Aber lasst uns den politischen Alltag mitgestalten und verändern.

Feindbilder statt Ziele

Auf diesen geistigen Nährboden entwickelt sich auch das Autos anzünden. Lernt es: die Karren sind versichert und im nächsten Jahr gibt’s ohnehin eine neue. Die Kosten werden auf die restlichen Versicherten verteilt und gut ist. Ihr liefert nur den Law-and-Order-Politikern den Vorwand, unser aller Freiheit zu beschränken und die Piraten müssen Eure Dummheiten dann wegargumentieren. Es ist nicht leicht, jemandem klarzumachen, dass ihr paar Anarcho-Spinner keine Terroristen seid.

Ein paar Worte zur Anarchie: Ich kann mich sehr dafür begeistern, mehr Bereiche herrschaftsfrei zu gestalten. Wir Leben an manchen Stellen im Internet eine Anarchie, von der Ihr nur träumt. Schreibt euch mal auf der Brandenburger Mailingliste der Piraten ein.

Anarchie ist machbar, Herr Nachbar

Nach dem Klick gibt es das vollständige Bekennerschreiben, dass auf IndyMedia leider nicht so einfach abzurufen ist. (mehr …)

2009-08-04 | Notebook-Story Kapitel 2: Amazon

Ist es denn zu fassen? Will in diesem Internet überhaupt jemand etwas verkaufen? Aber der Reihe nach:

Das von der Liebsten gewünschte Notebook gibt es inzwischen nur noch bei einem Versandhändler und bei Amazon. zum nahezu identischen Preis von 1154,95€ bzw. 1154,98€. Amazon versendet kostenfrei und gibt einen Lagerbestand von 3 Stück an. Also bestellen wir dort.

Bei der Wahl der Zahlungsmöglichkeiten kommt dann die böse Überraschung: Es geht nur per Kreditkarte. Wir haben keine, wollen auch keine. Kreditkarten sind was für Amis, die keine Girokonto kennen. Für Mitteleuropäer gibt es bessere und sicherere Möglichkeiten des Bezahlens — beispielsweise das Lastschriftverfahren.

Amazon macht bei der Gelegenheit Werbung für die ‚eigene‘ Kreditkarte. Man verspricht sekundenschnelle Einrichtung und 20€ Gutschrift. Herausgegeben wird die Kreditkarte von der Landesbank Berlin. Richtig: das sind die mit dem Stollen und den gestohlenen Kreditkartendaten. Die hießen auch mal Bankgesellschaft Berlin und haben mit windigen Immobiliengeschäften dem Steuerzahler einiges an Kosten aufgebürdet.

Was soll’s: wir machen das mit der Amazon-Karte, die wird nach Abschluss des Geschäftes eben sofort wieder gekündigt. es geht auch alles sehr fix. Nur das sich mit dieser Karte das Notebook auch nicht bezahlen lässt. Bis das Anmeldeprozedere mit PostIdent nicht vollständig ist, gilt ein Limit von 210€. Anruf bei Amazon (freundlicher, aber leider auch hilfloser Hotlinemitarbeiter) und der Landesbank (die Dame klang eher, als wären wir die Bittsteller) können daran nichts ändern. noch 8 Tage ist das Notebook für die Bestellung reserviert, 7 Tage dauert es voraussichlich, bis die kreditkarte wirklich einsatzbereit ist. Das wird ein spannendes Rennen.

Mal ehrlich Amazon: Warum besteht ihr auf Kreditkartenzahlung? Warum bietet ihr eine Karte an, mit der man dann auch nicht bezahlen kann? Warum macht ihr es den Kunden so schwer, etwas zu bezahlen? Solltet ihr es dem Kunden nicht möglichst leicht machen? Und wann gebt ihr zu, dass das Patent OneClick-Bestellung ungültig ist?

2009-01-28 | Sechstagerennen

Ach, jetzt wollte ich grade stolz verkünden, dass der Cottbusser Robert Bartko zusammen mit Erik Zabel die Berliner SixDays gewonnen hat. Der Haken: Robert Bartko ist gar kein Cottbusser, sondern Potsdamer. Trotzdem Glückwunsch zum Sieg und Beileid, dass sein Anteil daran so im Rummel um Zabels Karriereende untergeht.

Der Cottbusser im Feld ist Roger Kluge, der am Olympiastützpunkt trainiert. Und hier fängt die gute Nachricht an: er konnte mit dem Belgier Kenny De Ketele Platz 3 erstrampeln. Keine schlechte Leistung, zumal das Berliner Sechstagerennen als inoffizielle Meisterschaft der Sixday-Rennen gilt. Herzlichen Glückwunsch!

2008-11-05 | Ubuntu-Stammtisch in der cBase

ich hab lange nicht mehr geschrieben ich geb‘ es zu. Ich habe aber einen guten Grund: ich bin vorerst nicht mehr in Cottbus. Tja, so schnell geht’s. Und da ich nun nicht mehr  zum Informatiker-Stammtisch gehen kann, musste ich mir was anders suchen.

Deswegen bin ich in der cBase in Berlin angekommen. Hier trifft sich am ersten Mittwoch im Monat die Ubuntu-Berlin-Truppe. Und dass passt zu meinem Blogthema: Hier sind zwei weiße EeePC701, zwei schwarze  und ein weißer 901er, ein One A140 und natürlich mein weißer Akoya mini.

.. ähm .. Menschen sind auch hier – als Besitzer von Netbooks. Nette Netbook-owner und -recharger.

Der Medionaufdruck auf meinem Mini war mir ja schon immer irgendwie peinlich, nun prangt auf dem Deckel ein Ubuntulogo und an der Stelle an der dereinst „Designed for WindowsXP“ stand, protzt jetzt eine „Powered by Ubuntu“.  Sowas bekommt man hier.