Archiv für die Kategorie ‘Cottbus’

2010-07-25 | Sturmschäden in Cottbus

Zur Abwechslung mal weniger Text und dafür ein paar Schnappschüsse von den Sturmschäden am 17. Juli in Cottbus.

2010-07-24 | Abstimmung zum neuen Cottbus-Logo

Cottbuser LogovorschlägeAuf der Seite der Stadt Cottbus kann man jetzt wieder mal für ein neues Logo abstimmen.

Das letzte Logo war ja als nicht professionell genug belächelt worden. Nun stehen noch bis zum 25. Juli (also nur noch bis morgen!!!) 5 Logo-Entwürfe zur Auswahl.

Cottbus wäre aber nicht, was es ist, wenn es bei der Abstimmung nicht gleich auch einen Datenschutz-faux-pas gäbe: Die Angabe einer Emailadresse ist obligatorisch. Das geht so nicht, liebe Freunde im Rathaus. Ich schreib gleich mal an info@cottbus.de, die Emailadresse im Impressum.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sie verlangen bei der Abstimmung zum neuen Cottbus-Logo die Angabe einer Emailadresse. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Vorgehen aus Gründen des Datenschutzes äußerst bedenklich ist. Emailadressen sind personenbezogene Daten.

1. Die Emailadresse wird für die Abstimmung nicht benötigt. das Erheben nicht benötigter Daten ist nicht erlaubt.
2. Sie machen keine Angaben darüber, ob, wo, wie und wie lange Sie die Emailadressen speichern.
3. Sie machen keine Angaben, wofür Sie die Emailadressen verwenden.
4. sie holen kein Einverständnis für die Speicherung und eine weitere Verwendung dieser personenbezogenen Daten ein.

Bitte stellen Sie diese Umstände schnellstens ab. Zu den rechtlichen Grundlagen berät Sie sicher Ihr Datenschutzbeauftragter.

Mit freundlichen Grüßen

Mal sehen ob und wer mir antwortet und ob die Antwort vernünftig und befriedigend ausfällt.

2010-05-10 | Fahrrad für 22€

Am 6.Mai war Versteigerung beim Cottbuser Fundbüro. Dabei kamen neben Boxen und Werkzeug auch jede Menge Fahrräder unter den Hammer. Darunter auch sehr schöne Räder, recht neu und in Bestem Zustand. Herren- und Damenräder, Mountainbikes, vollgefedert und mit Scheibenbremsen, sogar ein Hühnerschreck – Alles von Markenherstellern. Und keines davon hat mehr als 80€ gekostet. Da ich aber nicht soviel Geld dabei hatte und man bei solchen Versteigerungen üblicherweise bar bezahlt, musste ich bei den Superschnäppchen zurückstecken.

Auch ich hab ein Rad für 22€ ersteigert. Allerdings musste daran einiges wieder gerichtet werden. Neue Mäntel und Schläuche hatte ich noch, eine Kette auch, denn die Alte war fertig. Ein paar Ersatzteile und etwas Arbeit und ich habe ein Fahrrad, dass auch schon die erste 30km-Tour gut überstanden hat. Dafür habe ich das erste mal in meinem Leben einen Speichenschlüssel benutzt und ein Hinterrad gerichtet. Danke, studentische Fahrradwerkstatt!

Und so sieht die Rechnng aus:

Fahrrad            22,00€
2x2 Bremsklötze     7,00€
2 Querzüge Bremse   5,90€
1 Bautenzug vorn    2,00€
1 Bautenzug hinten  1,49€
eine Rückleuchte    2,99€
neue Griffe         1,20€
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Gesamt             42,58€
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[Edit] Na sowas, der Sascha bloggt auch über die Auktion Hof des Rathauses. Ihn hatte ich dort getroffen. Den Link habe ich gefunden, als ich nach der Seite der stud. Fahrradwerkstatt gesucht habe – werde ich gleich mal in die Linkliste aufnehmen!

2010-04-22 | Cottbuser Tram: Ausbau kann kommen

Der Straßenbahnausbau kann kommen! Zwischenergebnisse des Gutachtens geben den Befürwortern Recht. Vorstellung am 8. Mai 2010. Linie 1 zur Uni, Linie 2 zum Herzzentrum. Fahrzeugpool des Landes Brandenburg leider nur ein Aprilscherz.

historische Straßenbahn an der Haltestelle Ströbitzer WegDie LR berichtet, unter Berufung auf die rbb-Welle Antenne Brandenburg, dass das ProTram und den Bürgern erkämpfte Gutachten zur Machbarkeit des Straßenbahnausbaus erste Zwischenergebnisse bringt, die den Tram-Befürwortern recht geben. Der Ausbau kann sogar sehr rentabel sein.

Die Erschließung der Spremberger Vorstadt und des Herzzentrums durch eine Verlängerung der Linie zwei durch die Leipziger und Welzower Str. würde die beiden bisher stärksten Buslinien 13 und 16 ersetzen, die zusammen bisher ca. 1.5 Mio Fahrgäste im Jahr befördern (Jahr 2007 laut PTV-Studie). Dieser Ausbau ist besonders lohnend.

Die Linie 1 soll zu BTU verschwenkt werden. Wo und wie ist nicht ganz klar. Die Karte im LR-Artikel kann nur symbolhaft sein, weil dann die Straßenbahn quer durch die neue Bibliothek führe. eine Verlängerung der bestehenden Strecke durch die Karl-Marx-Straße wäre die naheliegendste Variante, allerdings nicht die einfachste. Von dort aus ließe sich einer Erweiterung zur Lagune, zum CottbusCenter sogar bis nach Sielow erreichen. Was das Gutachten dazu sagt, geht aus dem Artikel nicht hervor.

Für die Details warten wir am besten auf die Vorstellung der Zwischenergebnisse am 8. Mai in der CottBusVerkehr-Geschäftsstelle. Im Rahmen des Tages der offenen Tür werden die Zwischenergebnisse um 12:30 Uhr und noch einmal um 14:30 Uhr vorgestellt.

So ein Streckenausbau geht natürlich nicht ohne Fahrzeuge. Cottbus hatte ja schon drei Tatra KT6NF nach Rüdersdorf verkauft, die erste davon geht nach Umlackierung derzeit in Betrieb. Um die Beschaffung neuer Züge kommt man also über kurz oder lang nicht herum. Die Meldung, dass das Land Brandenburg einen Pool von Straßenbahnfahrzeugen anlegt, aus dem die Städte sich dann bedienen können, war leider nur ein Aprilscherz. Die Vorteile beim Einkauf, bei der Wartung und der Personalschulung könnten die Kosteneffizienz der Tram zusätzlich steigern.

Und noch einen kleinen Surftipp hab ich: tram-cb.kilu.de/

2010-01-28 | Cottbus weist Bürgerbehren zur Straßenbahn ab

Straßenbahn Cottbus – Elektromobilität seit 1903

Straßenbahn Cottbus – Elektromobilität seit 1903

In ihrer gestrigen Sitzung hat die Cottbuser Stadtverordnetenversammlung (StVV) das Bürgerbegehren der Initiative ProTram abgewiesen. Grund dafür ist ein Rechtsgutachten der Stadt, das belegen soll, dass das Bürgerbegehren formal Fehler enthält.

Die Abweisung ist ein Affront gegen die Cottbuser Bürger, gegen die Kommunalverfasssung und gegen die Demokratie.

Bürgerbegehren und Bürgerentscheid sind plebiszitäre Elemente, also Mittel des einfachen Bürgers, an politischen Entscheidungen teilzunehmen. Die zu strenge Auslegung von Formalitäten konterkariert aber genau diese Zielstellung, dem »kleinen Mann auf der Straße« ein Mittel an die Hand zu geben. Ein Bürgerbegehren, das nur mit einem Team fähiger Anwälte und der Bereitschaft, vor Gericht zu ziehen, durchzuführen ist, ist kein Bürgerbegehren mehr. Vielleicht sollte es dann Anwaltsbegehren heißen.

Als zusätzliche Frechheit schmücken sich nun der Oberbürgermeister Szymanski und die StVV mit den Früchten der Initiative, danken brav und artig den Bürgern für Ihren Einsatz und verteilen daraufhin die Watschn. Das Bürgerbegehren wird abgelehnt. Man begrüßt natürlich jede weitere Initiative. (»Tritt den Fußball, Charlie Brown!«)

Zur Information noch die Begründungen der Ablehnung im Detail:
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