Archiv für die Kategorie ‘basteln’

2013-09-03 | ABAP-Smartforms debuggen

Smartforms lassen sich nicht so einfach debuggen, denn direkt aus der Transaktion SMARTFORMS heraus enthalten sie keine Daten. Entsprechend passiert nicht viel, das man mit dem Debugger beobachten könnte.

Hier ein Tipp, wie man vorgehen kann:

Das Fomular sollte gespeichert und aktiviert sein.

  • in SMARTFORMS das Formular öffnen
  • Menü > Umfeld > Name des Funktionsbausteins ansehen, ggfs. kopieren
  • mit Menü > Formular > Testen bzw. F8 in diesen Funktionsbaustein gehen
  • In der Zeile, in der PERFORM %GLOBAL_INIT. aufgerufen wird, setzt ihr einen externen Breakpoint (so um die Zeile 385)
  • in der Transaktion, aus der man das Smartform drucken möchte, /h in das Transaktions-Feld eingeben (unten sollte die Meldung erscheinen Debugging wurde eingeschaltet)
  • Jetzt den Druck starten,
  • jetzt sollte am Breakpoint angehalten werden, mit F5 (2x) ist man bei dem Quellcode, den SMARTFORMS unter Globale Definitionen > Initialisierung eingegeben hat.

Viel Erfolg!

2012-12-16 | Reader rooten

Nach langer Pause gibt es mal wieder einen Beitrag von mir und thematisch mache ich genau da weiter, wo ich vor über einem Jahr aufgehört habe – beim eBook-Reader.

Der PRS-T1 von Sony ist sicher technisch eines der besten Geräte am Markt und dem gerade erschienen Nachfolger T2 überlegen – letzterer hat z.B. keine Kopfhörerbuchse mehr – aber von der Software und den Services her hat Sony einfach einen totalen FAIL abgeliefert. Obwohl Android (2.2.1, alias Froyo) als Betriebssystem ist, kannn man nichts nachinstallieren – keinen RSS-reader, keine Email-App, kein Sudoku oder Kreuzworträtsel. Und der eingebaute Buchladen funktioniert immer noch nicht. Als Hinweis an Sony: mit Apps und Inhalten verdienen sich Apple und Google gerade dumm und dusselig!

Aber dem kann Abhilfe geschaffen werden, indem man das Gerät rootet, sich also das Recht verschafft, selbst Apps zu installieren. Alles, was man dazu braucht, ist eine kurze Anleitung und etwas Software. Es läuft darauf hinaus, dass man die Software auf den Reader packt und das Gerät mit gehaltener Home- und Menütaste neu startet. Danach hat man eine weitere Seite im Menü, auf der später die Apps landen. Auf der findet sich auch schon die Einstellungen und ein TotalCommander (Dateimanager), den wir zum manuellen installieren von Apps gut gebrauchen können.

Es gibt auf der Seite mit der Software einen weiteren Fix für den Reader, der auf die gleiche Weise eingespielt wird: App2SD. Damit kann man das von Sony abgeschaltet Verschieben von Apps vom internen Speicher auf die SD-Karte wieder einschalten. Mit SD-Karte meint der T1 allerdings nicht die im Mini-SD-Slot eingelegte Karte, sondern den internen Speicher, wo auch die Bücher liegen und statt 50MB ca. 1,4GB Platz sind.

Die erste App, die man sich installieren will, ist sicher der Android Market (alias Google Play). Die Anleitung und Downloadlink dafür finden sich in der selben Quelle. Auch hier die Zusammenfassung für nicht Englischsprecher: Market herunterladen, die Zip-Datei entpacken und auf den Reader übertragen, dort die apk-Datei per TotalCommander suchen und starten. Danach sollte der Market installiert sein und man kann nach eInk-Display tauglichen Apps auf die Jagd gehen.

Hier noch eine kurze Liste bisher von mir angetesteter Apps:

  • aCalendar – eine der besten Android-Kalender-Apps. Man kann die meisten Animationen abschalten, das Farbschema ist auch s/w-tauglich. Allerdings noch weitestgehend funktionslos, da einige Komponenten zum Kalendersynchroniseren auf dem Reader noch fehlen. Dazu später sicher mehr.
  • K-9 Mail – funktioniert super, auch optisch sehr gut, wenn man unter Einstellungen -> Theme das helle (Light)- Theme auswählt und die Animationen abschaltet.
  • SparseRSS –  sehr gut, wenn die RSS-Überschriften nicht zu lang sind – sonst scrollen die im Titel durch und dafür sind eInk-Displays zu langsam. Auch hier gibt es ein helles Theme.
  • Wunderlist – mangels Animationen und mit einem hellen Hintergrund ist Wunderlist erstaunlich eBook-kompatibel.
  • OpenSudoku – einfaches und schönes Sudoku.
  • CoolReader – eBook-Reader – lässt sich zwar installieren, aber die Seitenblätter-Animationen machen es unbrauchbar und die aktuelle Version bietet keine Möglichkeit, diese abzuschalten.
  • Kindle – Amazons eBook-Lese, leih- und Kauf-App ließ sich leider nicht aus dem Android Market installieren.

2011-11-21 | Schutzhülle für PRS-T1

ich hab mir für meinen T1 eine Hülle nähen lassen. Wenn ihr auch eine wollt, ich stell gern den Kontakt her!

2010-08-09 | Ubuntu macht mir Kopfzerbrechen

derzeit habe ich mehr Probleme mit meinem Wahl-Betriebssystem als mir lieb sind.

* das netbook kann nicht per Kabel ins Netz, weil DNS dann nicht funktioniert. Im WLAN geht’s, unter Windows7 geht’s.
* DVD-schauen geht gar nicht, weil 5.1-Sound ‚flattert‘ und somit zur Qual wird.
* Skype mag die Webcam nicht, obwohl sie ein kompatibles Modell ist und mit anderen Programmen auch funktioniert.
* Scannen ging immer, bis zum Update auf Lucid Lynx.
* Kontakte und Termine synchronisieren mit dem N95 geht auch nicht
* und wie der Screenshot oben zeigt, bekomme ich auch inzwischen widersinnige Fehlermeldungen.

*seufz*

2010-07-06 | Cisco suxx ..

Cisco geht mir auf die Ketten. Ist ein IP-Phone erstmal verkauft, interessiert Cisco der Nutzer noch genau NULL. Es sei denn, er hat ein teures Service Agreement. Jaja, ich schreib in letzter Zeit scheinbar nur noch Aufreger-Posts .. aber ich hab viel zu tun und da bleibt dann nur noch zum ranten Zeit :)

mein Cisco 7970GIch hab ein wunderhübsches Cisco 7970 in die Finger bekommen. Saugeiles Nerd-Spielzeug. Farb-Touchscreen. Java-basiert. Was damit nicht alles machen könnte – Twitter-Stream, Wetter, „Sie haben Post“ .. ähm .. telefonieren, den nächsten Callcenter-Fuzzi mal fragen, ob man das Gespräch zu Zwecken der Qualitätssicherung aufzeichen dürfte… Echt mal ein Grund, beim nächsten Telefonvertrag mal auf ’ne richtige ISDN-Leitung zu verzichten. Meinem guten alten ISDN-Telefon (tiptel 195) geht die Puste aus, man hört am Hörer kaum noch den Teilnehmer. Aber vielleicht werde ich auch nur alt und taub.

Dann stellt ich heraus, dass das Cisco-Ding mit der Standard-Firmware kein SIP beherrscht. Für die nicht Eingeweihten: das ist die Technik, die heute jeder als Voice-over-IP / Internettelefonie bei Arcor, Telekom und Co verkauft bekommt. Cisco verkauft lieber proprietäre Technologie – SCCP alias „Skinny“ mit „CallManager“ – eine Software, die einzeln mal eben 250$ kostet. Das hab ich schon mit dem Cisco-VPN-Client an der Uni so ähnlich durch. Linux steht beim Support unter „ferner liefen“ und mit Handys ist man ganz aus dem Rennen. Da zeichnet sich doch für mich eine Unternehmensstrategie ab: Kunde kauft wie gesehen, danach ist er uns egal.

OK, es gibt eine SIP-Firmware für das Gerät. Runterladen, installieren und fertig. Denkt man. Beim Tiptel habe ich das Firmwareupdate noch als EPROM-Baustein geschickt kommen und eingebaut. Was sich Cisco ausgedacht hat ist nur wenig komplizierter. „Lieber Kunde, Sie bekommen die Firmware nicht. Sie haben keinen Wartungsvertrag. Wir verraten ihnen gern, wie sie einen solchen Wartungsvertrag bekommen.“ Ich will keinen Wartungsvertrag, ich will die Firmware. Und spielen.

Morgen gehe ich auf Raubzug in der Piratenbucht oder so. Das Cisco-Prozedere tu ich mir nicht an. Cisco, ihr habt das Gerät verkauft, ihr hattet euren Umsatz. Wer kein Gerät hat, kann mit der Firmware eh nix anfangen. Was soll also der Geiz? Wenn man wenigstens irgendwo sie Seriennummer des Gerätes angeben könnte um Cisco zu überzeugen, dass man ein Anrecht darauf hat, dann könnte ich es gerde noch verstehen – obwohl es Cisco auch nix angeht, welches Gerät bei mir zu Hause steht. Es ist ja schließlich kein Waffe, deren Besitz registriert werden muss.

Tiptel kann das besser. Dokumentation, Treiber, Software – alles zum freien Download auf einen Klick. Ich muss mal schauen, ob Tiptel coole IP-Telefone im Angebot hat.

[Edit] ein Foto dazu und die schlimmsten Tippfehler korrigiert.