Archiv für die Kategorie ‘Android’

2015-01-26 | Motorola Moto G als Ersatzgerät

Ich schreib mal wieder was! Mein Galaxy S4 ist seit heute 19:00 in der Reparatur und ich habe ein Moto G als Leihgerät bekommen. Ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Das Android schlanker und aktueller, Bluetooth4 LE funktioniert. Nur der Speicher ist knapp.

Ich hatte mir vor ca. einem halben Jahr ein neues Telefon gegönnt, nachdem ich fast vier Jahre mit meinem alten Galaxy SPlus ganz giut gefahren war. Auch dank Cyanogenmod (und AriesVE DevConnection. Danke Jungs & Mädels, echte coole Arbeit)

Dann kam also mein GalaxyS4 Black Edition und war erstmal ganz toll, bis mir auffiel, dass die Modellnummer GT-i9515 statt i9505 hat. Ja, Samsung verkauft andere Modelle unter dem Namen von Erfolgsmodellen. Der Unterschied sind Kostenersparnisse bei Teilen und der Produktion – und dass man statt eines offiziell von CyanogenMod unterstützten Telefons ein nicht mal inoffiziell von der Community supportetes Telefon hat. Nagut, dachte ich mir, ich geb der Samsung-eigenen Software eine Chance.

Aber so begann nur meine Leidensgeschichte. Es gab die ersten Abstürze – keine Reaktion mehr und dann die Samsung Bootanimation :(. Mir war klar, dass die Samsung-Dreingaben das System ganz schön aufblähen, also habe ich angefangen, Apps zu deaktivieren oder wo möglich zu deaktivieren. Die Abstürze wurden aber mit der Zeit immer mehr und schwerer. Manchmal ging hinterher kein WLAN, 3G oder Bluetooth mehr, manchmal gingen System-Einstellungen verloren.

Trotz mehrmaligen Factory Resets wurden die Probleme nicht weniger, sondern mehr. Zuletzt stürzte das Gerät unmotiviert ab, während es einfach auf dem Tisch lag oder während eines Telefonats. Jetzt habe ich es beim Service zur Reparatur abgegeben und harre der Dinge, die da kommen. Mal sehen, was sie dazu sagen, dass ich mich erdreistet habe, auf meinem eigenen Gerät auch noch root-Rechte haben zu wollen :)

Wenigstens habe ich ein Leihgerät für die Reparaturzeit bekommen – ein Motorola Moto G – und ich muss sagen, ich hatte schlimmeres erwartet. Pixeliges Display, uralte und lahme Software .. aber nein, es ist alles sehr in Ordnung.

das Samsung-Android 4.4.2 auf meinem S4 beanspruchte sage und schreibe 6 der 16 GByte Flash-Speicher. Auf dem Moto G ist Android 4.4.4, dass ich als CyanogenMod 11 schon auf dem Galaxy SPlus hatte, und das nur ca. 2,5 Gbyte belegt. Wenigstens noch etwas Platz für meine Hörbücher :). Schaut her Samsung, so macht man das.

Auch hatte ich befürchtet, dass die Kopplung mit meiner Pulsuhr per Bluetooth4.0 LE (low energy) mit dem Ersatzgerät flach fallen würde .. aber auch da habe ich mich zum Glück getäuscht. Ja, ich bin unter die Läufer gegangen, trotz meiner krummen Beine ;). Dem nächsten Workout steht also nichts im Wege.

Aber auch die Nachteile des Moto G will ich nicht verschweigen: Kein Slot für eine SD-Karte – bei nur 8 GByte Flash eigentlich ein Killerkriterium. Das Display ist etwas kleiner – ich hatte mich ziemlich schnell an die fast 5 Zoll des S4 gewöhnt. Was fürt Google und Motorola vielleicht total toll, aber für mich ein Unding ist: Es hat keine Hardwaretasten für Home, Zurück und Menü. Die Software-Buttons nehmen jetzt immer Platz vom ohnehin kleineren Display weg – und 16:9-Videos bekommen nun immer einen Trauerrand.

2012-12-16 | Reader rooten

Nach langer Pause gibt es mal wieder einen Beitrag von mir und thematisch mache ich genau da weiter, wo ich vor über einem Jahr aufgehört habe – beim eBook-Reader.

Der PRS-T1 von Sony ist sicher technisch eines der besten Geräte am Markt und dem gerade erschienen Nachfolger T2 überlegen – letzterer hat z.B. keine Kopfhörerbuchse mehr – aber von der Software und den Services her hat Sony einfach einen totalen FAIL abgeliefert. Obwohl Android (2.2.1, alias Froyo) als Betriebssystem ist, kannn man nichts nachinstallieren – keinen RSS-reader, keine Email-App, kein Sudoku oder Kreuzworträtsel. Und der eingebaute Buchladen funktioniert immer noch nicht. Als Hinweis an Sony: mit Apps und Inhalten verdienen sich Apple und Google gerade dumm und dusselig!

Aber dem kann Abhilfe geschaffen werden, indem man das Gerät rootet, sich also das Recht verschafft, selbst Apps zu installieren. Alles, was man dazu braucht, ist eine kurze Anleitung und etwas Software. Es läuft darauf hinaus, dass man die Software auf den Reader packt und das Gerät mit gehaltener Home- und Menütaste neu startet. Danach hat man eine weitere Seite im Menü, auf der später die Apps landen. Auf der findet sich auch schon die Einstellungen und ein TotalCommander (Dateimanager), den wir zum manuellen installieren von Apps gut gebrauchen können.

Es gibt auf der Seite mit der Software einen weiteren Fix für den Reader, der auf die gleiche Weise eingespielt wird: App2SD. Damit kann man das von Sony abgeschaltet Verschieben von Apps vom internen Speicher auf die SD-Karte wieder einschalten. Mit SD-Karte meint der T1 allerdings nicht die im Mini-SD-Slot eingelegte Karte, sondern den internen Speicher, wo auch die Bücher liegen und statt 50MB ca. 1,4GB Platz sind.

Die erste App, die man sich installieren will, ist sicher der Android Market (alias Google Play). Die Anleitung und Downloadlink dafür finden sich in der selben Quelle. Auch hier die Zusammenfassung für nicht Englischsprecher: Market herunterladen, die Zip-Datei entpacken und auf den Reader übertragen, dort die apk-Datei per TotalCommander suchen und starten. Danach sollte der Market installiert sein und man kann nach eInk-Display tauglichen Apps auf die Jagd gehen.

Hier noch eine kurze Liste bisher von mir angetesteter Apps:

  • aCalendar – eine der besten Android-Kalender-Apps. Man kann die meisten Animationen abschalten, das Farbschema ist auch s/w-tauglich. Allerdings noch weitestgehend funktionslos, da einige Komponenten zum Kalendersynchroniseren auf dem Reader noch fehlen. Dazu später sicher mehr.
  • K-9 Mail – funktioniert super, auch optisch sehr gut, wenn man unter Einstellungen -> Theme das helle (Light)- Theme auswählt und die Animationen abschaltet.
  • SparseRSS –  sehr gut, wenn die RSS-Überschriften nicht zu lang sind – sonst scrollen die im Titel durch und dafür sind eInk-Displays zu langsam. Auch hier gibt es ein helles Theme.
  • Wunderlist – mangels Animationen und mit einem hellen Hintergrund ist Wunderlist erstaunlich eBook-kompatibel.
  • OpenSudoku – einfaches und schönes Sudoku.
  • CoolReader – eBook-Reader – lässt sich zwar installieren, aber die Seitenblätter-Animationen machen es unbrauchbar und die aktuelle Version bietet keine Möglichkeit, diese abzuschalten.
  • Kindle – Amazons eBook-Lese, leih- und Kauf-App ließ sich leider nicht aus dem Android Market installieren.