Archiv für die Kategorie ‘2cents’

2011-03-09 | E10-Sprit: wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Ich versteh’ die ganze Aufregung um E10 nicht: Es war bekannt, dass E10 kommt. Es war bekannt, dass einige Autos diesen Sprit nicht vertragen könnten. Wer einfach mal in den News des letzten Jahres googelt (oder bingt), wird feststellen, dass es ausreichend Thema war. Es fand sich immer auch der Hinweis auf die Listen der Automobilhersteller, welche Fahrzeuge den Kraftstoff vertragen und welche ggfs. Schaden nehmen könnten.

Ich habe mich rechtzeitig informieren können – mein Kfz verträgt den Kraftstoff, das sagen der Hersteller (VW), der ADAC und und der Automobilbewerter DAT. Wenn die’s nicht am Besten wissen, wer dann?

Das bisherige Benzin ist schon E5 – also mit einem maximal 5%-Anteil Bioethanol – gewesen. Und das seit 2003 (normales Ethanol im Benzin gibt es in Westdeutschland seit 1980). Was soll also E10 mit einem mal Tanken anrichten, was E5 über Jahrzehnte nicht bewirkt hat?

Was sind eigentlich die Gründe für die Unverträglichkeit? Hier wollte ich eigentlich mal für mich recherchieren und das Ergebnis für euch aufschreiben. stattdessen bin ich auf einen hervorragenden Beitrag zu den Auswirkungen von E10 gestoßen. Unbedingt lesen! Sachlich, fundiert – Qualitätsjournalismus!

Fazit: kein Auto wird vom E10 sofort kaputtgehen. Der normale Verschleiß wirkt sich wohl meist stärker aus, als die Schäden durch E10, da diese gering sind und sehr langsam von statten gehen. Stärker gefährdet sind Autos mit Alu-Einspritzpumpen oder -motoren; das sind die Fahrzeuge, die keine Freigabe vom Hersteller erhalten. Besitzer älterer Autos müssten vielleicht mal den Vergaser einstellen lassen.

Alles was man zu E10 wissen muss, war rechtzeitig zu erfahren. Wer das nicht rafft, der kriegt auch nicht mit, wenn durch unser Sonnensystem mal wieder eine Hyperraumumgehungsstraße gebaut wird :)

2011-01-28 | Privatsphäre: Andere verschleudern meine Daten!

Ich gehe sorgsam mit meinen Daten um, aber andere tun das nicht! Ihr da draußen verschleudert meine Daten. Soweit ein kleiner Anstachler zu Anfang :)

Die Frage im heutigen Netz, ist nicht mehr, wie freizügig gehe ich mit meinen Daten um, sondern wie achtlos gehen andere damit um? Niemandem ist so richtig bewusst, dass früher ein harmloses Partyfoto einfach in einem Schuhkarton verrottete, wo es so gut wie nie jemand zu Gesicht bekam. Heutzutage landen Bilder schnell auf Plattformen und verbreiten sich rasend um die Welt. Das ist schön so, aber man muss aufpassen, welches Bild so verbreitet werden darf und welches nicht.

Jemand, der meine Emailadresse in seinem Adressbuch hat und den facebook-friendfinder nutzt, verrät facebook meinen Namen und meine Adresse. Und je nachdem, wie viel über mich in euren Adressbüchern und Kontaktlisten steht und wie viel facebook so ausliest, sogar noch viel mehr.

Auf Partys wird gern und viel gefilmt und fotografiert. Die Bilder landen dann z.B. bei StudiVZ. Ich stelle keine Fotos von meinen Entgleisungen ins Netz — nicht dass es da viele gäbe, ich bin eher langweilig — aber andere tun das. Ich kann unterdrücken, dass andere mich auf den StudiVZ-Bildern markieren, aber ich kann nicht unterdrücken, dass ausreichend gute Gesichtserkennungsprogramme mich trotzdem auffindbar machen. Google Picasa zeigt, wie gut das schon funktioniert.

Und nun auch noch das: Andere geben meine DNS heraus. Zugegeben etwas überspitzt. Aber da meine DNS mit der meiner nahen Verwandtschaft weitgehend identisch ist, haben Behörden oder Ärzte einen großen teil meiner Erbinformation, wenn einer meiner Verwandten sich von Polizei oder Krankenkasse leichtfertig zu einer Speichelprobe überreden lässt. Wer garantiert mir denn, dass ich je wieder eine Krankenversicherung bekomme, nachdem — sagen wir mal — mein Bruder für einen Rabatt seine DNS bei seiner Krankenkasse abgeliefert hat?

Also passt auf eure Privatsphäre auf und bitte, bitte passt auch auf meine auf. Ich achte dafür auf eure. Auf dass wir vielleicht die Kontrolle über unsere Daten zurückerlangen.

2011-01-18 | Vorratsdatenspeicherung wird effiziente Ermittlungen behindern

Nur ein kleiner Gedanke am Rande der Diskussion:

Wenn die Aufdeckung von Netzwerken der Organisierten Kriminalität dank VDS bequem ein halbes Jahr später am Schreibtisch erledigt werden kann, dann wird das auch genau so passieren. Nicht aus böser Absicht oder Faulheit, sondern wegen Personalmangel und zu viel Bürokratie. Bis dahin ist aber vielleicht schon wieder alles zu spät, das Verbrechen wurde begangen, Menschen sind zu Schaden gekommen.

Ohne VDS müssen die Ermittlungsbeamten augenblicklich handeln — TK-Überwachung anordnen lassen, Daten vom Telekommunikationsunternehmen anfordern usw. Der Sicherheit wäre so besser gedient.

2010-10-24 | Die Macht der Blogosphäre oder: Wie man 4,99€ von Pixmania bekommt

Man muss nur negativ über Pixmania bloggen und sofort stellt man dort auf kulant – soll das die »Macht« der Blogger sein? Gibt es Pixmania- Mitarbeiter, die die ganze Zeit die Blogosphäre nach negativen Berichten über ihre  Firma durchsuchen?

Auf meinen Artikel über Pixmania bekam ich ja einen Kommentar von »Claudia«, die wohl kurz nach dem sie den geschrieben hatte in den Urlaub fuhr, denn ich bekam eine dieser (sinnlosen) Abwesenheitsnachrichten, übrigens mit einem richtigen Namen, den ich natürlich nicht veröffentliche.  Hallo Claudia, ich hoffe, dein Urlaub war schön :)!

Ich teilte also »Claudia« die Auftragsnummer mit um die es ging. Dann kam das ganze ins Rollen: man wollte mir die Versandkosten von 4,99€ erstatten, da die Lieferung ja verzögert war und sie wollten man meine IBAN haben. Okay, das wollten schon viele und PIN und TANs gleich auch noch. Also: Wenn ihr solche Mails erhaltet, bitte stellt  halbwegs sicher, dass die Bitte wirklich von Pixmania kam.  Inzwischen habe ich die 4,99€ bekommen. Für mich ist die Sache nun vorüber, auch wenn sich niemand dazu bekannt hat, dass ich Widerrufsware bekommen habe.

Übrigens: so eine IBAN kann man erraten: Sie setzt sich nämlich aus einem Ländercode, der Bankleitzahl und er Kontonummer zusammen – das sind alles Daten, die jemand haben sollte, dem ich schonmal Geld überwiesen habe.

Ich hatte ja über Pixmania geschimpft, aber sie haben sich noch ganz gut aus der Affäre gezogen – und das sollte dann auch erwähnt werden. Nur ein Frage bleibt: suchen bei Pixmania Mitarbeiter die Blogosphäre nach Beiträgen wie meinem ab? Kann Claudia dazu noch mal einen Kommentar schreiben?

2010-09-01 | Pixmania liefert gebrauchte Ware und stellt sich dumm

Erst lassen sie sich Zeit beim Liefern, dann kommt eine aufgerissene Verpackung und wenn man fragt, stellt sich Pixmania dumm. Zu allem Überfluss bekommt man mehrmals täglich Werbemails von denen.

Ich habe am 12.8.2010 bei Pixmania ein Telefon bestellt und sofort überwiesen. Trotzdem dauerte die Lieferung der Ware, die sofort verfügbar war bis zum 20.8. Das ist zwar nicht unverschämt lange, aber einfach zu lang. Da hätte man besser bei einem Händler gekauft, der ehrlich 2-3 Tage als Lieferfrist angibt.

Nur leider halte ich dann eine Schachtel in der Hand, deren eines Siegel gebrochen war. Das Siegel sagt ironischerweise “Nicht annehmen, wenn Siegel beschädigt”. Nur leider ist der Postbote schon über alle Berge, wenn man die Umverpackung geöffnet hat.

Ich schreibe also eine Nachricht an Pixmania – das Webinterface begrenzt die Länge der Nachricht auf 700 Zeichen – in der ich die Lage knapp schildere und dass ich ein Angebot erwarte. So sieht die Antwort aus:

Guten Tag M Matthias Ostrowski, [sic!]
Vielen Dank für Ihre Mail und Ihr Interesse an Pixmania.

Es gelten immer die Preise, wie beim Zeitpunkt Ihrer Bestellung auf unserer Seite angegeben

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
Das Kundenservice-Team

Inwiefern ist das ein Antwort auf meine Anfrage, warum ich bereits geöffnete Ware geliefert bekomme? Eine Entschuldigung ist das auch nicht. Nicht einmal ein Hinweis á la das steht so in unseren AGBs. (Wenn es denn da so stünde.)

Wenn Kunden von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und Ware zurückschicken, dann ist das OK. Wenn man als Versender dieser Ware auch wieder verkaufen will, dann ist das auch OK. Aber man kann nicht einfach den Leuten die aufgebrochenen Verpackungen ins Paket packen. Dann gehört ein Pixmania-Siegel drauf und ein kurzes Begleitschreiben: es handelt sich hierbei um Retourware, die nicht minderwertig ist und von uns geprüft wurde, sie haben volle Gewährleistung. Das wäre transparent und kundenfreundlich.

Kundenservice sieht bei Pixmania anders aus. Pixmania ist für mich gestorben. Jetzt muss ich nur noch deren täglich mehrfachen Spam loswerden. Wie kommen die nur drauf, das jemand, der ein Telefon gekauft hat, gleich wieder eins will??

[Update 04.09.2010] Letzte Meldung von Pixmania, wieder an der Frage vorbei.
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