Archiv für die Kategorie ‘2cents’

2010-09-01 | Pixmania liefert gebrauchte Ware und stellt sich dumm

Erst lassen sie sich Zeit beim Liefern, dann kommt eine aufgerissene Verpackung und wenn man fragt, stellt sich Pixmania dumm. Zu allem Überfluss bekommt man mehrmals täglich Werbemails von denen.

Ich habe vor am 12.8.2010 bei Pixmania ein Telefon bestellt und sofort überwiesen. Trotzdem dauerte die Lieferund der Ware, die sofort verfügbar war bis zum 20.8. Das ist zwar nicht unverschämt lange, aber einfach zu lang. Da hätte man besser bei einem Händler gekauft, der ehrlich 2-3 Tage als Lieferfrist angibt.

Nur leider halte ich dann eine Schachtel in der Hand, deren eines Siegel gebrochen war. das Siegel sagt ironischerweise “Nicht annehmen, wenn Siegel beschädigt”. Nur leider ist der Postbote schon über alle Berge, wenn man die Umverpackung geöffnet hat.

Ich schreibe also eine Nachricht an Pixmania – das Webinterface begrenzt die Länge der Nachricht auf 700 Zeichen – in der ich die Lage knapp schildere und dass ich ein Angebot erwarte. So sieht die Antwort aus:

Guten Tag M Matthias Ostrowski, [sic!]
Vielen Dank für Ihre Mail und Ihr Interesse an Pixmania.

Es gelten immer die Preise, wie beim Zeitpunkt Ihrer Bestellung auf unserer Seite angegeben

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
Das Kundenservice-Team

Inwiefern ist das ein Antwort auf meine Anfrage, warum ich bereits geöffnete Ware geliefert bekomme? Eine Entschuldigung ist das auch nicht. Nicht einmal ein Hinweis á la das steht so in unseren AGBs. (Wenn es denn da so stünde.)

Wenn Kunden von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und Ware zurückschicken, dann ist das OK. Wenn man als Versender dieser Ware auch wieder verkaufen will, dann ist das auch OK. Aber man kann nicht einfach den Leuten die aufgebrochenen Verpackungen ins Paket packen. dann gehört ein Pixmania-Siegel drauf und ein kurzes Begleitschreiben: es handelt sich hierbei um Retourware, die nicht minderwertig ist und von uns geprüft wurde, sie haben volle Gewährleistung. Das wäre transparent und kundenfreundlich.

Kundenservice sieht bei Pixmania anders aus. Pixmania ist für mich gestorben. Jetzt muss ich nur noch deren täglich mehrfachen Spam loswerden. Wie kommen die nur drauf, das jemand, der ein Telefon gekauft hat, gleich wieder eins will??

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook Post to MySpace Post to Reddit Post to StumbleUpon

2010-07-11 | Wofür bezahl’ ich eigentlich Kabelgebühren?

Irgendwas um die 33€ soll ich alle drei Monate zahlen. So ganz genau lässt sich das nicht rausfinden, denn eine Rechnung zu stellen ist der Firma AVC/Funk-undTechnik Forst irgendwie zu piefig. Und die Preisliste im Internet gibt alles mögliche an, nur nicht den normalen Monatspreis. Der ist gerade mal wieder fällig und ich überlege »Wofür eigentlich?«.

Für die Öffentlich-rechtlichen Sender bezahle ich schon GEZ-Gebühren. Und nicht zu knapp.

DigitalTV: früher gab es mal die Öffentlich-rechtlichen und die meisten privaten Digital. Inzwischen nur noch die ÖR. Der Preis ist trotzdem gestiegen. Die Erklärung der Kabelfirma: das war eh nur ein Testbetrieb, der ist jetzt vorbei.

Ich vermute, man wollte Platz schaffen für 5 Bouquets Sky, 2 x SkyHD, 7 mal Kabelkiosk – alles verschlüsselt und nochmal extra zu bezahlen.

Anologe Kabelsender gibt es auch 47 – darunter solche Highlights wie RTL-Shop, Infokanal Cable+, Volksmusik TV, Home Shopping Europe, QVC, TV Travel Shop, Bloomberg TV, BibelTV, AstroTV und das notorische 9live. Da kann man doch eher Schmerzensgeld verlangen. Von den verbleibenden 37 Sendern sind wieder 14 Öffentlich rechtlich, also schon bezahlt.

Die restlichen, privaten Sender bezahle ich jedes mal, wenn ich ein Produkt kaufe, dass im Fernsehen beworben wird.

Die Hauskabelanlage bezahl ich mit meiner Miete, denn Kabelanschluss gilt ja als Ausstattungsmerkmal der Wohnung und wirkt sich somit auf die Kaltmiete aus.

Internet und Telefon über TV-Kabel will ich nicht, denn die Geschwindigkeit und die Preise stimmen einfach nicht.

Also mal ehrlich liebe Kabelfirma: ich zahl euch doch eigentlich nur Schutzgeld, damit ihr mir nicht den Stecker rauszieht, oder?

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook Post to MySpace Post to Reddit Post to StumbleUpon

2010-07-06 | Cisco suxx ..

Cisco geht mir auf die Ketten. Ist ein IP-Phone erstmal verkauft, interessiert Cisco der Nutzer noch genau NULL. Es sei denn, er hat ein teures Service Agreement. Jaja, ich schreib in letzter Zeit scheinbar nur noch Aufreger-Posts .. aber ich hab viel zu tun und da bleibt dann nur noch zum ranten Zeit :)

mein Cisco 7970GIch hab ein wunderhübsches Cisco 7970 in die Finger bekommen. Saugeiles Nerd-Spielzeug. Farb-Touchscreen. Java-basiert. Was damit nicht alles machen könnte – Twitter-Stream, Wetter, “Sie haben Post” .. ähm .. telefonieren, den nächsten Callcenter-Fuzzi mal fragen, ob man das Gespräch zu Zwecken der Qualitätssicherung aufzeichen dürfte… Echt mal ein Grund, beim nächsten Telefonvertrag mal auf ‘ne richtige ISDN-Leitung zu verzichten. Meinem guten alten ISDN-Telefon (tiptel 195) geht die Puste aus, man hört am Hörer kaum noch den Teilnehmer. Aber vielleicht werde ich auch nur alt und taub.

Dann stellt ich heraus, dass das Cisco-Ding mit der Standard-Firmware kein SIP beherrscht. Für die nicht Eingeweihten: das ist die Technik, die heute jeder als Voice-over-IP / Internettelefonie bei Arcor, Telekom und Co verkauft bekommt. Cisco verkauft lieber proprietäre Technologie – SCCP alias “Skinny” mit “CallManager” – eine Software, die einzeln mal eben 250$ kostet. Das hab ich schon mit dem Cisco-VPN-Client an der Uni so ähnlich durch. Linux steht beim Support unter “ferner liefen” und mit Handys ist man ganz aus dem Rennen. Da zeichnet sich doch für mich eine Unternehmensstrategie ab: Kunde kauft wie gesehen, danach ist er uns egal.

OK, es gibt eine SIP-Firmware für das Gerät. Runterladen, installieren und fertig. Denkt man. Beim Tiptel habe ich das Firmwareupdate noch als EPROM-Baustein geschickt kommen und eingebaut. Was sich Cisco ausgedacht hat ist nur wenig komplizierter. “Lieber Kunde, Sie bekommen die Firmware nicht. Sie haben keinen Wartungsvertrag. Wir verraten ihnen gern, wie sie einen solchen Wartungsvertrag bekommen.” Ich will keinen Wartungsvertrag, ich will die Firmware. Und spielen.

Morgen gehe ich auf Raubzug in der Piratenbucht oder so. Das Cisco-Prozedere tu ich mir nicht an. Cisco, ihr habt das Gerät verkauft, ihr hattet euren Umsatz. Wer kein Gerät hat, kann mit der Firmware eh nix anfangen. Was soll also der Geiz? Wenn man wenigstens irgendwo sie Seriennummer des Gerätes angeben könnte um Cisco zu überzeugen, dass man ein Anrecht darauf hat, dann könnte ich es gerde noch verstehen – obwohl es Cisco auch nix angeht, welches Gerät bei mir zu Hause steht. Es ist ja schließlich kein Waffe, deren Besitz registriert werden muss.

Tiptel kann das besser. Dokumentation, Treiber, Software – alles zum freien Download auf einen Klick. Ich muss mal schauen, ob Tiptel coole IP-Telefone im Angebot hat.

[Edit] ein Foto dazu und die schlimmsten Tippfehler korrigiert.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook Post to MySpace Post to Reddit Post to StumbleUpon

2010-04-02 | Betroffenheitsheuchler

Jetzt sind sie alle zutiefst betroffen und verurteilen den Angriff auf Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. Ihr Heuchler habt die Bundeswehr in einen Krieg geschickt und traut euch nicht einmal, das zu sagen. In einem Krieg kommen immer Soldaten und Zivilisten um. So ist das und ihr wusstet es vorher.

Jetzt sagt den Leuten endlich, was da am Hindukush los ist, sonst tun es die Angehörigen der Gefallenen. Denen gehört mein Beileid. Es tut mir Leid, mir persönlich. Vielleicht habe auch ich nicht genug gegen den Einsatz in Afghanistan gesagt, demonstriert, getan.

Es darf nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen. Sorgt für Frieden in Afghanistan!

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook Post to MySpace Post to Reddit Post to StumbleUpon

2010-03-18 | Liebe Isi,

Liebe Menschin, von der ich glaube, dass Du die besagte Isi bist,

Ganz so namenlos bin ich nicht. Schließlich betreibe ich eine Website mit eigener Domain und dazu musste ich meinen Namen bei einer Domainregistratur hinterlegen. Die gibt bereitwillig Auskunft. Du könntest sogar mal auf einen Kaffee vorbeikommen, die Cottbuser Adresse ist da günstig. Netter Permalink übrigens. Da weiß ich wenigstens. was du über mich denkst. :)

Piraten (pl.) == Frauen und Männer (und andere, bitte nicht vergessen!)

Piraten ist geschlechtsneutral – mindestens per definitionem Kraft der Bundessatzung, aber auch weil der Begriff Frauen nicht ausschließt. Ja, er ist Plural des maskulinen »Pirat«. Aber das maskulin bezieht sich eben nur auf den Genus, das grammatikalische Geschlecht. Nichts Anderes wollte ich erklären.

Das Plural “die” ist übrigens nicht weiblich. Auch nicht männlich. Sondern Plural. Dadurch sind »die« und »die« zwei verschiedene Worte, so wie »Golf« und »Golf«.

Da hast du mir ja schon zugestimmt, dass männliche Bezeichnungen Frauen nicht ausschließen (siehe Bundeskanzler). Du willst das nur für Ämter zulassen, ich sehe das bei Berufen, Mitgliedschaften, Funktionen oder Rollen usw. analog.

Ich werde eine Piratin meist mit “Gisela” ansprechen, vorausgesetzt, sie heißt so, sehr viel seltener “Piratin Gisela”. Ich sag ja auch nicht “Pirat Uwe” Sollte es trotzdem mal dazu kommen, macht mir das gar nichts aus. Im Singular die Enzelperson Pirat oder Piratin zu nennen ist doch völlig OK. Das aber zur Pflicht zu machen oder nur die geschlechtsneutrale Standardformulierung zuzulassen, ist Blödsinn. Den wollen die Piraten nicht mitmachen.

Der ganze Innen-Neusprech ist rein ideologisch. Ich will gar nicht bestreiten, dass es Zeiten gab, in denen das notwendig war und auch manchmal noch ist. Es ist ohnhehin inkonsistent und merkwürdig, also erlaube auch bitte die Neusprech-Lücke bei den Piraten. Ich soll Studierende sagen statt Studenten, obwohl beide Plural maskuliner Worte sind. Die Menschin gibt es nicht und uns bedrohen islamische Terroristen, aber scheinbar keine Terroristinnen. Zu Medikamenten befragen wir unseren Arzt oder Apotheker – obwohl ich schon lange nur noch Apothekerinnen sehe. Also liebe Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertreter, liebe Arbeitnehmerinnenvertreterinnen und Arbeitnehmerinnenvertreter, ich mag die Piratenpartei.

Wie schön haben es da andere Sprachen wie das Englische. Da haben Nomen keine grammatikalischen Geschlechter und die Piraten sind eben Pirates. I’m a pirat, she’a pirat, he’s a pirat.

Und zu dem Rechtsaußen-Tiefschlag: Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an. Wir sind die Nazi-Nerds. Genau.

Jeder muss die Piraten als neue Bewegung irgendwie in sein Weltbild einordnen. Du hast uns zu deinen Feinden sortiert, wie’s scheint.

MfG

Matthias Ostrowski
2. Vorsitzender des Kreisverbandes Cottbus der Piratenpartei.

PS. Weil’s doch etwas länger wurde, gab’s die Antwort auf deinen Kommentar als neuen Beitrag. Auf deinem Blog ist ja die Kommentarfunktion angeschaltet. Wenn mich die Bernds überrennen, würde ich das vielleicht auch tun.

Post to Twitter Post to Delicious Post to Digg Post to Facebook Post to MySpace Post to Reddit Post to StumbleUpon