2011-01-18 | Vorratsdatenspeicherung wird effiziente Ermittlungen behindern

Nur ein kleiner Gedanke am Rande der Diskussion:

Wenn die Aufdeckung von Netzwerken der Organisierten Kriminalität dank VDS bequem ein halbes Jahr später am Schreibtisch erledigt werden kann, dann wird das auch genau so passieren. Nicht aus böser Absicht oder Faulheit, sondern wegen Personalmangel und zu viel Bürokratie. Bis dahin ist aber vielleicht schon wieder alles zu spät, das Verbrechen wurde begangen, Menschen sind zu Schaden gekommen.

Ohne VDS müssen die Ermittlungsbeamten augenblicklich handeln — TK-Überwachung anordnen lassen, Daten vom Telekommunikationsunternehmen anfordern usw. Der Sicherheit wäre so besser gedient.

Eine Antwort zu “Vorratsdatenspeicherung wird effiziente Ermittlungen behindern”

  1. yt sagt:

    Moin,

    man surft um etwas über Linux und Pulseaudio zu lesen, ahnt nichts böses und findet schon wieder einen intelligenten Eintrag in einem Blog. Wieso ist diese Intelligenz nur so ungleich verteilt?
    Auf jeden Fall mit der klügste Gedanke den ich zu diesem Thema gelesen habe. Bin ganz deiner Meinung.

    Ich würde sogar zustimmen, mehr Menschen in Brot und Lohn bei der Polizei zu stellen, damit die Arbeit auch geschafft werden kann. Aber je mehr Menschen dort arbeiten, desto eher die Chance das jemand mit Hirn dort arbeitet. Daher müssen wir wohl eher mit weiteren Rationalisierungen beim Personal rechnen. Bis hin zur Lobotomie. Man stelle sich vor, die Exekutive würde die Legeslative intellektuell überflügeln. Darf man gar nicht drüber Nachdenken!

    Mit vernetzten Grüßen,
    yt