Archiv für April 2010

2010-04-30 | pulseaudio rant

so, jetzt hab ich die Schn**z* voll. it’s official: pulseaudio sucks! 3 Tage versuch ich schon was Vernünftiges hinzubekommen. Lucid Lynx scheint das Problem auch nicht zu lösen, was ein Boot des LiveUSB zeigte.

Es ist nicht möglich mit PA in Ubuntu karmic ein 5.1-Audiosystem zu betreiben. Es geht nicht. Die Anforderungen sind doch eigentlich ganz einfach: Stereo-Signale sollen auf 5.1 upgemixt werden, damit aus allen Boxen Sound schallt. Und wenn ein 5.1-Signal, z.B. von einer DVD kommt, dann soll das einfach an die Boxen durchgereicht werden.

Was man hinbekommt ist ein Upmix, aber der steht dann der korrekten 5.1-Wiedergabe im Weg: Jede DVD klingt zerhackt, der Sound springt im Halbsekundentakt von links nach rechts und zurück. Wer weiß, ob sich nicht irgendwelche Signale beim Mixen Gegenseitig auslöschen ..

speaker-test -Dplug:surround51 -c6
Alsa funktioniert, ist auf 6-Kanäle eingestellt und die Zuordnungen stimmen. Dabei hab ich bemerkt, dass die Box hinten rechts einen Wackelkontakt hat.

Pulseaudio ändert an den ALSA-Mixer-Einstellungen ständig herum. Wenn man in den Audioeinstellungen das „Verbindungsglied“ 5.1-Sound auswählt, mutet Pulse Surroundboxen, Center und Subwoofer. WTF? Die Verbindungsglieder scheinen die Konfigurationen aus /usr/share/alsa/pcm zu sein. wenigstens das habe ich herausgefunden. Ändern mag ich an denen nix. Ich seh da nämlich nicht wirklich durch.

Wer braucht denn eigentlich Pulseaudio? Wozu? Die Versprechungen sind groß.
* eigene Lautstärkeregler für jede Anwendung – mhm .. die Programme die Sound ausgeben haben eh schon eigene Regler – Nix neues. Die scheren sich auch nicht um Pulseaudio.

* Anwendung auf ein anderes Soundgerät umleiten naja, das macht man sicher nicht dauernd, aber die Zahl der Audiogeräte nimmt ja zu (HDMI, BT-Headsets usw.) Nur mit welchen Tool kann ich das machen? Alle Zeigen mir nur an, welche Anwendungen etwas ausgeben. Ändern kann ich da gar nichts. (Diese Funktionalität würde eigentlich ans Fenster der Applikation gehören, in das Fenstermenü in der linken oberen Ecke.)

* Netzwerktransparente Audiogeräte ich kann mir dafür zwei Szenarien vorstellen: gleicher Ton auf allen Rechnern in einem Netz, z.B. zur Beschallung größerer Räume oder Wohnungen. Oder Virtual Machines, denen man das Sounddevice des Managment-Hosts zur Verfügung stellt, damit sie ihren Sound zum Verwalter ausgeben können, aber dafür gibt’s auch andere Lösungen. Beides keine alltäglichen Szenarien, nichts für den normalen Desktop-Nutzer.

* all den kram mit low-latency mixen macht ALSA auch schon. Pulseaudio kommt obendrauf, kann also eigentlich nur langsamer sein. ALSA läuft im Kernel kann eigentlich auch nur schneller sein.

* mehrere Audioquellen und -Senken gleichzeitig. mhm .. geht mit alsa genauso seit dem es dmix gibt – also seit Jahren.

* wo bleibt bei Pulse der Gedanke an die etwas Leistungsschwächeren älteren Rechner? Auf den sollte Linux doch immer laufen. Pulseaudio ist da ein Killer.

* wo gibt’s ne ordentliche Dokumentation? First Steps jagt den Anfänger auf ne Kommandozeile, Perfect Setup geht schon von funktionierendem Pulse aus und beschäftigt sich nur mit den Applikationen die man für Pulse fit machen muss.

Pulseaudio, irgendwann mal als PolypAudio gestartet, wollte damals existierende Probleme lösen .. heute ist es überflüssig. Ubuntu und Gnome sollten sich drauf stürzen, ein einfaches Konfigurationstool für ALSA zu bauen, statt einen Soundserver einzubauen. Schafft PA endlich ab! Es gehört nicht auf ein Standardsystem.

Wer ne funktionierende Konfiguration für nforce2-Onboardsound hat, darf gern kommentieren.

2010-04-22 | Cottbuser Tram: Ausbau kann kommen

Der Straßenbahnausbau kann kommen! Zwischenergebnisse des Gutachtens geben den Befürwortern Recht. Vorstellung am 8. Mai 2010. Linie 1 zur Uni, Linie 2 zum Herzzentrum. Fahrzeugpool des Landes Brandenburg leider nur ein Aprilscherz.

historische Straßenbahn an der Haltestelle Ströbitzer WegDie LR berichtet, unter Berufung auf die rbb-Welle Antenne Brandenburg, dass das ProTram und den Bürgern erkämpfte Gutachten zur Machbarkeit des Straßenbahnausbaus erste Zwischenergebnisse bringt, die den Tram-Befürwortern recht geben. Der Ausbau kann sogar sehr rentabel sein.

Die Erschließung der Spremberger Vorstadt und des Herzzentrums durch eine Verlängerung der Linie zwei durch die Leipziger und Welzower Str. würde die beiden bisher stärksten Buslinien 13 und 16 ersetzen, die zusammen bisher ca. 1.5 Mio Fahrgäste im Jahr befördern (Jahr 2007 laut PTV-Studie). Dieser Ausbau ist besonders lohnend.

Die Linie 1 soll zu BTU verschwenkt werden. Wo und wie ist nicht ganz klar. Die Karte im LR-Artikel kann nur symbolhaft sein, weil dann die Straßenbahn quer durch die neue Bibliothek führe. eine Verlängerung der bestehenden Strecke durch die Karl-Marx-Straße wäre die naheliegendste Variante, allerdings nicht die einfachste. Von dort aus ließe sich einer Erweiterung zur Lagune, zum CottbusCenter sogar bis nach Sielow erreichen. Was das Gutachten dazu sagt, geht aus dem Artikel nicht hervor.

Für die Details warten wir am besten auf die Vorstellung der Zwischenergebnisse am 8. Mai in der CottBusVerkehr-Geschäftsstelle. Im Rahmen des Tages der offenen Tür werden die Zwischenergebnisse um 12:30 Uhr und noch einmal um 14:30 Uhr vorgestellt.

So ein Streckenausbau geht natürlich nicht ohne Fahrzeuge. Cottbus hatte ja schon drei Tatra KT6NF nach Rüdersdorf verkauft, die erste davon geht nach Umlackierung derzeit in Betrieb. Um die Beschaffung neuer Züge kommt man also über kurz oder lang nicht herum. Die Meldung, dass das Land Brandenburg einen Pool von Straßenbahnfahrzeugen anlegt, aus dem die Städte sich dann bedienen können, war leider nur ein Aprilscherz. Die Vorteile beim Einkauf, bei der Wartung und der Personalschulung könnten die Kosteneffizienz der Tram zusätzlich steigern.

Und noch einen kleinen Surftipp hab ich: tram-cb.kilu.de/

2010-04-02 | Betroffenheitsheuchler

Jetzt sind sie alle zutiefst betroffen und verurteilen den Angriff auf Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. Ihr Heuchler habt die Bundeswehr in einen Krieg geschickt und traut euch nicht einmal, das zu sagen. In einem Krieg kommen immer Soldaten und Zivilisten um. So ist das und ihr wusstet es vorher.

Jetzt sagt den Leuten endlich, was da am Hindukush los ist, sonst tun es die Angehörigen der Gefallenen. Denen gehört mein Beileid. Es tut mir Leid, mir persönlich. Vielleicht habe auch ich nicht genug gegen den Einsatz in Afghanistan gesagt, demonstriert, getan.

Es darf nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen. Sorgt für Frieden in Afghanistan!